Flüchtlinge

EU will weiter Migranten vor Libyen aus Seenot retten

Die EU-Mitgliedstaaten votierten einstimmig für eine Fortsetzung des Einsatzes.

Die EU-Mitgliedstaaten votierten einstimmig für eine Fortsetzung des Einsatzes.

Foto: Emilio Morenatti / dpa

Die Operation Sophia wird mindestens bis Ende 2018 fortgesetzt: Bei dem EU-Einsatz werden Migranten aus Seenot im Mittelmeer gerettet.

Brüssel.  Die EU wird vor der libyschen Küste weiter Migranten aus Seenot retten. Die Mitgliedstaaten stimmten am Dienstag einstimmig einer Fortsetzung der 2015 gestarteten Operation Sophia zu. Der umstrittene Einsatz umfasst neben der Entsendung von Marineschiffen ins zentrale Mittelmeer auch ein Ausbildungsprogramm für libysche Küstenschützer sowie Kontrollen des gegen Libyen verhängten Waffenembargos.

Wegen Vorbehalten Italiens war bis zuletzt unklar gewesen, ob das Ende Juli auslaufende Mandat für die Operation wie geplant bis zum 31. Dezember 2018 verlängert werden kann. Für das Land ist der EU-Einsatz bereits seit einiger Zeit mehr Problem als Hilfe. Das liegt vor allem daran, dass die von europäischen Kriegsschiffen gerettete Migranten in italienische Häfen gebracht werden. Allein die deutsche Marine landete bereits mehr als 21.000 Menschen an. (dpa)