Terror

Anschlag von London – Zahl der Todesopfer steigt auf acht

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Menschen trauern am Tatort in London um die Opfer des Anschlags vom 3. Juni.

Menschen trauern am Tatort in London um die Opfer des Anschlags vom 3. Juni.

Foto: Tolga Akmen / dpa

Die Zahl der Toten nach dem Terroranschlag in London hat sich auf acht erhöht. Zudem kommen immer mehr Details über die Tat ans Licht.

London/Madrid.  Nach dem Londoner Terroranschlag ist die Zahl der Todesopfer auf acht gestiegen. Das gab die Polizei am Mittwoch in der britischen Hauptstadt bekannt. Sicherheitskräfte fanden den Körper eines Mannes in der Themse. Er wurde laut Scotland Yard noch nicht offiziell identifiziert. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bestätigte aber, dass die Zahl der bei dem Anschlag getöteten Franzosen von zwei auf drei gestiegen ist.

Bei Attacken auf der London Bridge und am Borough Market hatten drei Terroristen am Samstagabend außerdem Dutzende Menschen verletzt. Die Angreifer wurden später von der Polizei erschossen.

Nach Polizeiangaben steht inzwischen fest, dass auch eine 21 Jahre alte Australierin unter den Toten ist. Die junge Frau habe als Au-Pair in London gelebt und gearbeitet. Ihre Eltern teilten mit, sie seien „tieftraurig über den tragischen Verlust“ ihrer Tochter.

Mit Skateboard gegen die Angreifer

Die spanische Regierung teilte in Madrid mit, dass auch ein seit dem Anschlag vermisster Spanier wie befürchtet zu den Todesopfern gehört. Der 39-Jährige, der in London lebte und arbeitete, war während des Anschlags mit Freunden in der Nähe des Borough Markets unterwegs. Einer der Freunde erzählte, der Bankangestellte habe mit seinem Skateboard versucht, einen der Angreifer abzuwehren, der mit einem Messer auf eine Frau losgegangen sei. Man habe ihn im allgemeinen Chaos zuletzt am Boden liegend gesehen. Ministerpräsident Mariano Rajoy betonte, man werde den Getöteten wegen seiner „helden- und vorbildhaften Tat für immer in Erinnerung behalten“.

Die spanische Regierung hatte zuvor die Verzögerung bei der Identifizierung der Opfer kritisiert. „Diese Verzögerung ist in der Tat schwer zu verstehen“, meinte Außenminister Alfonso Dastis am Rande eines Besuchs in Moskau vor spanischen Journalisten. (dpa)

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