Sicherheit

Deutschland könnte zum G20-Gipfel Grenzkontrollen einführen

Linke Demonstration zum 1. Mai in Hamburg. Klares Ziel: „G20 Entern!“

Foto: Joern Pollex / Getty Images

Linke Demonstration zum 1. Mai in Hamburg. Klares Ziel: „G20 Entern!“

Während des G20-Gipfels soll an Deutschlands Grenzen wieder kontrolliert werden. Linksextreme sollen an der Einreise gehindert werden.

Berlin.  Zur Abwehr von Gewalttätern führt Deutschland einem Medienbericht zufolge zum G20-Gipfel in Hamburg im Juli Grenzkontrollen ein. Das meldete die "Welt" unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Demnach sollen die Schengen-Binnengrenzen rund um das Treffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli in Hamburg "aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen" wieder kontrolliert werden. Die Grenzkontrollen würden lageabhängig erfolgen, das heiße örtlich und zeitlich flexibel.

Gewaltbereite Demonstranten aus Dänemark oder Italien

Der konkrete Zeitraum werde aber erst unmittelbar vor der Aufnahme der Kontrollen bekannt gegeben, hieß es weiter. Dadurch solle verhindert werden, dass mögliche Gewalttäter nicht vorzeitig anreisen.

Über das Vorhaben habe Innenminister Thomas de Maizière (CDU) bereits die EU-Kommission, den Europäischen Rat, die Mitgliedsstaaten und die Innenministerkonferenz sowie Gastgeber Hamburg schriftlich informiert.

Hintergrund der Grenzkontrollen sind laut Sicherheitskreisen Befürchtungen, wonach gewaltbereite Demonstranten beispielsweise aus Dänemark oder Italien zu der Veranstaltung in Hamburg anreisen, wie die Zeitung weiter berichtete. Entsprechende Erfahrungen machten die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Jahren unter anderem beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau. (dpa)

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