Wahltrend

SPD legt nach jüngsten Verlusten laut Forsa-Umfrage etwas zu

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewinnt an Zustimmung bei den Wählern und baut ihren Vorsprung zu SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz aus.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewinnt an Zustimmung bei den Wählern und baut ihren Vorsprung zu SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz aus.

Foto: Olivier Hoslet / dpa

Die SPD gewinnt einer Studie zufolge an Wählergunst, bleibt aber weit hinter der CDU zurück. Bei der Kanzlerpräferenz büßt Schulz ein.

Berlin.  Nach den jüngsten Verlusten kann die SPD einer neuen Forsa-Umfrage zufolge in der Wählergunst wieder leicht aufholen. Allerdings hätte eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP auf Bundesebene mit 50 Prozent eine regierungsfähige Mehrheit, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern“-RTL-Wahltrend hervorgeht. Bei der Kanzlerpräferenz baut Angela Merkel ihren Vorsprung auf ihren SPD-Herausforderer Martin Schulz aus.

Die SPD gewinnt der Erhebung zufolge im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzu auf 29 Prozent. Damit liegt sie aber immer noch sieben Punkte hinter der CDU/CSU, die unverändert bei 36 Prozent steht. Bei 8 Prozent stagniert nach wie vor die Linke. Die Grünen büßen einen Punkt ein auf nun 7 Prozent, und auch die AfD verliert einen Punkt auf 7 Prozent. Ebenfalls bei 7 Prozent stagniert die FDP.

Kanzlerin baut Vorsprung zu Schulz aus

Könnten die Wähler direkt bestimmen, wer die Regierung führen soll, würden sich 48 Prozent der Wahlberechtigten für Merkel entscheiden, 27 Prozent für Schulz. Damit verbessert sich die Kanzlerin im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt, während Schulz einen einbüßt.

Der SPD-Vorsitzende verliert auch an Rückhalt bei den eigenen Anhängern: Nur noch 67 Prozent von ihnen würden aktuell für Schulz stimmen, sieben Punkte weniger als in der Vorwoche. CDU-Chefin Merkel kommt bei den eigenen Anhängern auf 90 Prozent.

Die Erhebung zu die Umfrage wurde bereits vor der schleswig-holsteinischen Landtagswahl am vergangenen Wochenende abgeschlossen. Das Forsa-Institut befragte vom 2. bis 5. Mai 2017 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. (rtr)