Medienbericht

EU soll den Bau eines Bordells in Tschechien gefördert haben

An der deutsch-tschechischen Grenze gibt es viele Bordelle. Eins von ihnen soll von EU-Subventionen profitiert haben (Symbolfoto).

An der deutsch-tschechischen Grenze gibt es viele Bordelle. Eins von ihnen soll von EU-Subventionen profitiert haben (Symbolfoto).

Foto: imago

Um in Tschechien an EU-Gelder zu kommen, genügt ein formal korrekter Antrag. Nun sind Subventionen in den Bau eines Bordells geflossen.

Leipzig/Berlin.  Fördergelder der Europäischen Union sollen in den Bau eines Bordells in Tschechien geflossen sein. Laut eines Berichts des MDR-Nachrichtenmagazin „Exakt“ wurden Subventionen in Höhe von 40.000 Euro für die Modernisierung einer Pension in der Stadt Ponezi abgerufen, die nun als Bordell betrieben wird.

Bem Bericht zufolge ist der Fall bereits Thema in Brüssel. Die Europäischen Kommission prüfe, ob Amtsträger den mutmaßlichen Subventionsbetrug unterstützt haben. Eine Betreiberfirma des Gebäudes, die den Subventionsantrag gestellt hatte, sei aufgefordert worden, die Fördermittel zurückzuzahlen.

„Dort wird versucht, zu betrügen“

Wie das Magazin weiter berichtet, werden in Tschechien Fördergelder schon ausgezahlt, wenn ein formal korrekter Antrag gestellt wurde. Erst danach würde der Verwendungszweck kontrolliert.

„Der Fall zeigt sehr deutlich, dass die Kontrollen in erster Sekunde stattfinden müssen“, kritisierte der sächsische EU-Abgeordnete Peter Jahr (CDU) gegenüber „Exakt“. „Dort werden entscheidende Fehler gemacht, dort wird versucht, zu betrügen.“

• Das Nachrichtenmagazin „Exakt“ läuft am Mittwoch, 5. April, ab 20.15 Uhr im MDR

(ba)