Kritik

Dunja Hayali steht zu Interview in der „Jungen Freiheit“

„Wer für den Dialog plädiert, muss eben auch an Grenzen gehen“, sagt Moderatorin Dunja Hayali.

„Wer für den Dialog plädiert, muss eben auch an Grenzen gehen“, sagt Moderatorin Dunja Hayali.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Wegen ihres Interviews mit einer rechten Zeitung bezieht Dunja Hayali „Prügel von allen Seiten“. Sie hält es trotzdem für richtig.

Berlin.  Die TV-Moderatorin Dunja Hayali hält ihr am Freitag veröffentlichtes Interview mit der „Jungen Freiheit“ nach wie vor für richtig. Den Interviewtext mit der Überschrift „Wir müssen reden!“ hatte sie bereits am Donnerstag auf ihrer Facebookseite gepostet.

„Ich habe nicht mit dieser Reaktionswelle gerechnet“, schreibt sie dort. „Ja. Ich habe der „Jungen Freiheit“ ein Interview gegeben. Ja. Ich weiß, dass sich dieses Blatt in unserer sehr vielfältigen Presselandschaft deutlich weiter „rechts“ eingeordnet hat.“

Hayali ist über Kritik nicht überrascht

Die „Junge Freiheit“ hatte das Interview prominent auf der Titelseite angekündigt und es fast ganzseitig gedruckt. Auf Hayalis Facebook-Seite gab es bis Freitagmittag bereits mehr als 800 Kommentare dazu. Viele davon zustimmend, aber auch etliche mit Kritik daran, dass Hayali (42), die sich gegen Rassismus engagiert und 2016 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, mit der Zeitung gesprochen hat.

Es überrasche sie nicht wirklich, Prügel von allen Seiten zu bekommen, erklärte Hayali auf Facebook. „Wer für den Dialog plädiert, muss eben auch an Grenzen gehen. Das ist meine Haltung.“ In dem Interview plädiert die Fernsehjournalistin dafür, sich auf andere Sichtweisen als die eigene einzulassen. Dort sagt sie: „Wenn der Dialog endet, könne wir alle einpacken. Mein Wunsch ist es aufzuklären – in alle Richtungen.“ (dpa)

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