Flüchtlinge

Afghanistan-Flug mit abgelehnten Asylbewerber gestartet

Ein Bus mit den abgelehnten Asylbewerbern und Polizisten fährt zum Flugzeug nach Afghanistan: Im Rahmen einer Sammelabschiebung hat Bayern rund 50 abgelehnte Asylbewerber in den Flieger gesetzt.

Ein Bus mit den abgelehnten Asylbewerbern und Polizisten fährt zum Flugzeug nach Afghanistan: Im Rahmen einer Sammelabschiebung hat Bayern rund 50 abgelehnte Asylbewerber in den Flieger gesetzt.

Foto: Matthias Balk / dpa

Ein Flieger mit abgelehnten afghanischen Flüchtlingen ist in München gestartet. Ein Antrag für einen Abschiebestopp scheiterte zuvor.

München.  Zum dritten Mal hat ein Flugzeug mit abgelehnten afghanischen Asylbewerbern Deutschland verlassen. Vom Flughafen München startete am Mittwochabend eine Maschine mit 18 Ausländern an Bord. Gegen die Sammelabschiebung hatten rund 250 Menschen im Flughafen demonstriert. Zuvor war von bis zu 50 abgelehnten Asylbewerbern die Rede gewesen.

Die Menschen sollten in die afghanische Hauptstadt Kabul geflogen werden. Es ist bereits die dritte Sammelabschiebung seit Ende vergangenen Jahres - und sie ist hoch umstritten. Die Opposition im Bundestag sowie Flüchtlingsorganisationen übten scharfe Kritik an der vom Bund geführten Aktion.

Aus ihrer Sicht ist Afghanistan alles andere als ein sicheres Land, weil dort immer wieder islamistische Talibankämpfer Anschläge verüben. Daher lehnen auch mehrere Bundesländer eine Beteiligung an der Aktion ab.

Noch am Abend hatte der Bayerische Landtag über einen Antrag für einen Abschiebestopp entschieden. Mit ihrer absoluten Mehrheit stimmten die Abgeordneten am Mittwoch in München gegen einen Antrag der Freien Wähler, der unter anderem eine dreimonatige Aussetzung der Abschiebungen oder gar einen generellen Abschiebestopp nach Afghanistan zum Ziel hatte. (dpa)