Putschversuch

Bericht: Türkische Nato-Soldaten suchen Asyl in Deutschland

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Bundesinnenministerium erklärten dem Bericht zufolge, die Asylanträge der türkischen Soldaten werde behandelt wie andere Asylfälle auch.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Bundesinnenministerium erklärten dem Bericht zufolge, die Asylanträge der türkischen Soldaten werde behandelt wie andere Asylfälle auch.

Foto: arifoto UG / dpa

Sie befürchten, verhaftet zu werden: Rund 40 türkische Militärs haben Medienberichten zufolge in Deutschland Asylanträge gestellt.

Berlin.  Etwa 40 zumeist hochrangige türkische Nato-Soldaten haben Medienberichten zufolge Asyl in Deutschland beantragt. Es handele sich um Militärangehörige, die in Nato-Einrichtungen in Deutschland tätig gewesen, aber nach dem Putschversuch in der Türkei suspendiert worden seien, berichteten das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ und das ARD-Magazin „Report Mainz“.

Die Militärs befürchten offenbar, bei einer Rückkehr in die Türkei verhaftet oder womöglich gefoltert zu werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Bundesinnenministerium erklärten dem Bericht zufolge, der Fall werde behandelt wie andere Asylfälle auch. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, sagte dem „Spiegel“, politische Erwägungen dürften in einem Asylverfahren keine Rolle spielen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel plant für Donnerstag einen Besuch in der Türkei. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind seit geraumer Zeit gespannt. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch im Juli vergangenen Jahres wurden in der Türkei mehr als 125.000 Staatsbedienstete suspendiert und rund 41.000 festgenommen, darunter viele Militärangehörige. (rtr)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Politik