Ämterwechsel

Bundespräsident Gauck besiegelt Minister-Rochade in Berlin

Bundespräsident Joachim Gauck überreichte der SPD-Politikerin Brigitte Zypries am Freitag im Berliner Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunde als Wirtschaftsministerin.

Bundespräsident Joachim Gauck überreichte der SPD-Politikerin Brigitte Zypries am Freitag im Berliner Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunde als Wirtschaftsministerin.

Foto: AXEL SCHMIDT / REUTERS

Sigmar Gabriel ist neuer Außenminister, Brigitte Zypries folgt ihm als Wirtschaftsministerin. Die Regierungsumbildung ist perfekt.

Berlin.  Die Bundesrepublik Deutschland hat erstmals eine Wirtschaftsministerin. Die bisherige Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries erhielt am Freitag aus der Hand von Bundespräsident Joachim Gauck ihre Ernennungsurkunde.

Zypries tritt damit die Nachfolge von Sigmar Gabriel an, der vom Wirtschafts- in das Außenministerium wechselt. Dort wird er Nachfolger von Frank-Walter-Steinmeier, der Bundespräsident werden soll. Bundespräsident Joachim Gauck übergab dem scheidenden SPD-Chef am Freitag im Schloss Bellevue die Entlassungsurkunde als Wirtschaftsminister und die Ernennungsurkunde für das neue Amt.

Viele Jahre Erfahrung als Justizministerin

Die 63-jährige Zypries hat langjährige Regierungserfahrung. Die Sozialdemokratin war zwischen 2002 und 2009 Bundesjustizministerin und von 1998 bis 2002 Staatssekretärin im Bundesinnenministerium.

Gabriel hatte sie 2013 ins Wirtschaftsministerium geholt, wo sie unter anderem Regierungskoordinatorin für Luft- und Raumfahrt ist. Zypries hat schon vor Monaten angekündigt, dass sie bei den Wahlen im September nicht mehr für den neuen Bundestag kandidiert.

In der DDR gab es schon eine Frau als Wirtschaftsministerin

Anders als in der alten Bundesrepublik stand in der DDR schon einmal eine Frau an der Spitze des Wirtschaftsministeriums. Die SED-Politikerin Christa Luft hatte das Amt von 1989 bis zur friedlichen Revolution 1990 inne. (rtr/dpa)