Diplomatie

Trump will wohl schnell mit Merkel und Putin sprechen

Medienberichten zufolge wollen US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag telefonieren. Zuvor könnten Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.

Medienberichten zufolge wollen US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag telefonieren. Zuvor könnten Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.

Foto: A. Lohr-Jones/A. Astafyev / dpa

Erste Kontaktaufnahme als US-Präsident: Auf Donald Trumps Telefonliste stehen einige Staatschefs. Unter anderem auch die Kanzlerin.

Berlin.  US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden nach Reuters-Informationen wohl am Samstag miteinander telefonieren. Themen dürften Russland und die Ukraine sein, berichtete die Nachrichtenagentur am Freitag unter Berufung auf einen Insider.

Ob es dabei auch um die mögliche Aufhebung der amerikanischen Russland-Sanktionen gehen könnte, blieb unklar. Sollte es dazu aber kommen, würde die EU nicht zwangsläufig diesem Schritt folgen und die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt verhängten Strafmaßnahmen gegen Russland aufheben, hieß es. Die Aufhebung bleibe an die Umsetzung des Minsk-Abkommens geknüpft.

Russland gibt Obama Schuld an schlechtem Verhältnis

Zuvor hatte der Sender CNN berichtet, dass Trump am Samstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonieren wolle. Es wäre das erste direkte Gespräch zwischen beiden seit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar. Trump hatte angekündigt, er wolle die Beziehungen zu Russland verbessern. Er kenne Putin zwar nicht, aber wenn die USA und Russland sich gut verstehen würden, wäre es für beide Staaten gut.

Unter Trumps Amtsvorgänger Barack Obama hatte sich das Verhältnis zwischen den USA und Russland verschlechtert, Russland geht nur von einer langsamen Annäherung an die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump aus. „Es ist klar, dass die Überwindung des Schadens, den Barack Obama in den russisch-amerikanischen Beziehungen angerichtet hat, Zeit und harte Arbeit braucht“, hatte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau gesagt. (rtr/dpa)