Premierministerin

May trifft Trump – Auch J. K. Rowling schickt eine Mahnung

„Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling macht sich ihre Gedanken über die Premierministerin Theresa May.

„Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling macht sich ihre Gedanken über die Premierministerin Theresa May.

Foto: imago stock&people / imago/Landmark Media

Premier Theresa May trifft am Freitag US-Präsident Trump – als erste ausländische Regierungschefin. Der Druck auf die Britin ist groß.

London.  Die britische Premierministerin Theresa May steht zunehmend unter Druck, den neuen US-Präsidenten Donald Trump zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Klimaschutz aufzufordern. May wird an diesem Freitag als erste ausländische Regierungschefin seit Trumps Amtsantritt im Weißen Haus erwartet.

Selbst Bestseller-Autorin J. K. Rowling („Harry Potter“) schickte per Twitter eine Mahnung an die Premierministerin: „Die Geschichte blickt auf dich, Theresa.“

Empörung über Folter-Äußerung

Vor allem die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten zu Folter hatten in Großbritannien für Empörung gesorgt. Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn forderte May auf, für „die Werte unseres Landes“ einzustehen, wenn sie Donald Trump begegne und seine Befürwortung von Folter zu kritisieren.

„May sollte nicht davor zurückschrecken, die Menschenrechtsfragen anzusprechen, die bereits in der ersten Woche der Trump-Präsidentschaft sichtbar werden“, sagte die britische Direktorin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Wie wird May sich positionieren?

Trump hatte in einem Fernsehinterview den Einsatz von Folter als Verhörmethode für Terroristen propagiert. Er wiederholte damit seine Forderungen aus dem Wahlkampf, von denen er zwischenzeitlich wieder abgekommen war. Folter als Verhörmethode ist in den USA derzeit gesetzlich verboten.

Ob May das Thema Folter bei ihrem Besuch in Washington ansprechen wird, ist unklar. Ein Regierungssprecher in London sagte am Donnerstag, die Premierministerin habe sich bereits „eindeutig“ gegen Folter positioniert. „Das Wesen der Beziehung zwischen Großbritannien und den USA ist derart, dass wir in Bereichen, wo es Meinungsverschiedenheiten gibt, einen Dialog und Diskussionen haben werden.“ (dpa)