Zustimmungswerte

Unbeliebtester Präsident? – Donald Trump wütet gegen Umfrage

Er soll die Haare schön haben: Ein Mitarbeiter eines Wachsfigurenkabinetts in Madrid richtet die Frisur am Neuzugang des Museums. Die Beliebtheitswerte des angehenden US-Präsidenten in seiner Heimat sind aber im Keller.

Er soll die Haare schön haben: Ein Mitarbeiter eines Wachsfigurenkabinetts in Madrid richtet die Frisur am Neuzugang des Museums. Die Beliebtheitswerte des angehenden US-Präsidenten in seiner Heimat sind aber im Keller.

Foto: SUSANA VERA / REUTERS

Eine Umfrage sieht in Donald Trump den unbeliebtesten Präsidenten seit langer Zeit. Ein Tweet von ihm ließ nicht lange auf sich warten.

Washington.  Donald Trump beginnt seine Amtszeit an diesem Freitag nach einer Umfrage als unbeliebtester Präsident seit mindestens 40 Jahren. Nur 40 Prozent der vom Sender ABC und der „Washington Post“ Befragten äußerten sich zustimmend zu Trump.

Bei Barack Obama waren es im Jahr 2009 fast doppelt so viele gewesen (79 Prozent). George W. Bush kam auf 62, Bill Clinton auf 68 Prozent.

Trump ließ die Umfrage nicht unkommentiert: Die gleichen Leute, die den Ausgang der Präsidentenwahl falsch vorhergesagt hätten, würden nun die Umfragen zur Zustimmung der Wähler durchführen. Die Werte seien genauso verschoben wie in der Vergangenheit. Die Menschen würden „Großes“ erkennen, glaube er. Damit meint er, nach seiner Ansicht bereits Jobs ins Land gebracht und massive Kostenersparnisse bei Anschaffungen fürs Militär erreicht zu haben.

Mehrheit für Veröffentlichung der Steuerunterlagen

Trump dürfte auch nicht gefallen, was die Umfrage noch ergeben hat: Eine große Mehrheit der Befragten spricht sich dafür aus, dass Trump seine Steuererklärung offenlegt. Er verweigert das und hat bislang erklärt, das interessiere die Menschen nicht.

Ein geteiltes Ergebnis ergibt die Erhebung in der Frage, ob sich Trump als Präsident ausreichend von seinen Geschäften trennen wird. 54 Prozent finden, dass Trump mit der Phase der Machtübergabe nicht gut umgegangen ist. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent hält ihn für qualifiziert, US-Präsident zu sein. Seine Kabinettsentscheidungen werden überwiegend kritisch gesehen. Trumps generellen Umgang mit Russland finden 43 Prozent zu freundlich, aber 40 Prozent genau richtig. (law/dpa)