Gnadengesuch

Snowden bittet Obama um Gnade für „Wikileaks“-Informantin

Bereits 2015 setzten sich zahlreiche Menschen in den USA für eine Begnadigung von Chelsea Manning ein. Nun bat auch Edward Snowden um Strafmilderung.

Bereits 2015 setzten sich zahlreiche Menschen in den USA für eine Begnadigung von Chelsea Manning ein. Nun bat auch Edward Snowden um Strafmilderung.

Foto: © Elijah Nouvelage / Reuters / REUTERS

Edward Snowden setzt sich für die Begnadigung von „Wikileaks“-Informantin Manning ein. „Befreien Sie Chelsea Manning“, twitterte er.

Washington.  Präsident Barack Obama erwägt angeblich eine Strafmilderung für die inhaftierte „Wikileaks“-Informantin Chelsea Manning. Sie stehe auf der Liste Verurteilter, deren Strafmaß abgewandelt werden könnte, berichtete der Sender NBC News am Mittwoch unter Berufung auf US-Justizkreise.

Auch Whistleblower Edward Snowden appellierte an den scheidenden US-Präsidenten. Auf Twitter sprach er Obama direkt an und bat ihn vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus, Manning zu begnadigen. „Befreien Sie Chelsea Manning. Sie allein können ihr Leben retten.“

Manning wartet auf geschlechtsangleichende Operation

Chelsea Manning hatte als Soldat Bradley Manning im Irak gedient und der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheime Militärdokumente zugespielt. Die daraufhin verhängte 35-jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrats sitzt Manning im US-Militärgefängnis in Fort Leavenworth ab, in dem ausschließlich Männer inhaftiert sind.

Manning, die eine operative Geschlechtsangleichung will, hat in der Haft bereits zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Einen Hungerstreik gab sie nach Angaben ihres Anwalts im September auf, nachdem ihr für die nähere Zukunft eine Operation zugesagt worden war. (dpa/jei)