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Bericht: Trump will Finanzinvestor Icahn zum Berater machen

Carl Icahn, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2006, soll Sonderberater von Donald Trump werden.

Carl Icahn, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2006, soll Sonderberater von Donald Trump werden.

Foto: imago stock&people / imago/Levine-Roberts

Der künftige US-Präsident Donald Trump schart den nächsten Steinreichen um sich. Im Wahlkampf hatte er die Finanzelite noch kritisiert.

New York.  Der künftige US-Präsident Donald Trump will laut einem Zeitungsbericht den milliardenschweren Finanzinvestor Carl Icahn zum Berater machen. Der Wall-Street-Veteran solle Trump in Regulierungsfragen helfen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Icahn sei bereits an der Suche des neuen Chefs der Börsenaufsicht beteiligt und habe sich bei der Auswahl für die Leitung der Umweltbehörde EPA eingebracht.

Icahn soll Trump demnach persönlich beraten und keinen offiziellen Regierungsjob bekommen, so dass er seine bisherigen Geschäfte weiterführen kann. Mit der Personalentscheidung würde Trump ein weiteres steinreiches Mitglied der Finanzelite um sich scharen, gegen die er im Wahlkampf gewettert hatte. Die wichtigen Posten des Finanz- und Wirtschaftsministers wurden bereits mit den Milliardären und Ex-Investmentbankern Steven Mnuchin und Wilbur Ross besetzt.

Trump und Icahn kennen sich von früher

Icahn hat sich als Hedgefondsmanager über Jahrzehnte einen Namen in der Finanzbranche gemacht. Der 80-Jährige ist als aggressiver Investor bekannt, der sich bei Konzernen einkauft und dann in geschäftliche Belange einmischt. Der „Managerschreck“ machte bereits bei Großunternehmen wie Apple oder Ebay Druck, unter anderem, damit diese ihre Firmenkassen weiter für Aktionäre öffnen.

Trump und Icahn sind alte Geschäftsfreunde. So übernahm Icahn etwa das aus Trumps insolventem Glückspiel-Imperium stammende Kasino Trump Taj Mahal, das im Oktober nach andauernden Konflikten mit der Gewerkschaft den Geschäftsbetrieb aufgab. Icahn war während des Wahlkampfs auch als Finanzminister einer Trump-Regierung gehandelt worden, hatte aber rasch abgewunken. (dpa)