Gesundheit

CSU-Chef Seehofer erleidet Schwächeanfall vor Publikum

Erst im Januar hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer vor CSU-Landtagsabgeordneten einen Schwächeanfall erlitten.

Erst im Januar hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer vor CSU-Landtagsabgeordneten einen Schwächeanfall erlitten.

Foto: Matthias Balk / dpa

Bei einer Ansprache vor Bürgern musste CSU-Chef Horst Seehofer von Mitarbeitern gestützt werden. Nicht zum ersten Mal.

München.  Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (67) hat am Samstag beim Tag der offenen Tür in der Münchner Staatskanzlei einen Schwächeanfall erlitten. Der CSU-Chef habe bei der Bürgersprechstunde ein „kurzes Unwohlsein“ gehabt und sich hinsetzen müssen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Danach habe der CSU-Chef aber die Veranstaltung wie geplant fortsetzen können. „Es geht ihm gut“, sagte der Sprecher weiter.

Zunächst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über den Vorfall berichtet. Demnach sackte Seehofer bei seiner Ansprache weg und musste von zwei Mitarbeitern gestützt werden, um nicht zu fallen. Dann habe er sich am Rednerpult festgehalten und einige Sekunden schweigend in den Raum geschaut, bevor er erneut weggesackt sei und beinah das Rednerpult mitgerissen hätte.

Zwei Sanitäter kamen hinzu

Laut „Süddeutscher Zeitung“ setzte Seehofer die Veranstaltung auf eigenen Wunsch fort, zunächst im Sitzen, dann im Stehen. Mitarbeiter hätten ihm ein Glas Wasser gereicht, zwei Sanitäter seien hinzugekommen, hätten sich jedoch im Hintergrund gehalten. Aus seinem Umfeld habe es geheißen, Seehofer sei in den vergangenen Tagen leicht erkältet gewesen, habe aber trotzdem „ein wahnsinniges Tempo“ vorgelegt.

Im Januar hatte der CSU-Chef in Wildbad Kreuth vor den CSU-Landtagsabgeordneten einen Schwächeanfall gehabt. Seehofer habe sich plötzlich am Rednerpult festhalten müssen, berichteten damals Teilnehmer. Er sei gestützt und zu seinem Platz geführt worden, von dort aus redete der Ministerpräsident im Sitzen weiter.

Lebensgefährliche Erkrankung 2002

Im vergangenen Sommer hatte Seehofer bei der Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen über gesundheitliche Probleme geklagt. Er verbrachte daraufhin eine Nacht zur Sicherheit in einem Krankenhaus. Den Staatsempfang in Bayreuth musste Seehofer deshalb absagen.

Im Jahr 2002 war Seehofer lebensgefährlich erkrankt: Wegen einer Herzmuskelentzündung musste er lange auf einer Intensivstation behandelt werden. Er fiel damals mehrere Monate aus. (dpa/küp)