Selbstmordattentat

Mindestens 30 Tote nach Anschlag auf Hochzeit im Irak

Die Stadt Falludscha war in diesem Jahr immer wieder Schauplatz von Kämpfen zwischen irakischen Truppen und Terroristen. Dieses Bild stammt aus dem Juli dieses Jahres.

Die Stadt Falludscha war in diesem Jahr immer wieder Schauplatz von Kämpfen zwischen irakischen Truppen und Terroristen. Dieses Bild stammt aus dem Juli dieses Jahres.

Foto: imago stock&people / imago/Xinhua

In den vergangenen Monaten wurden Hunderte Menschen im Irak durch Terrorangriffe getötet. Nun hat es eine Hochzeitsfeier getroffen.

Bagdad.  Bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der irakischen Stadt Falludscha sind am Donnerstag mindestens 30 Menschen getötet worden. Das Attentat sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, bestätigte ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte.

Bei dem Selbstmordanschlag seien zudem 45 Menschen verletzt worden. Die Opferzahl könnte aufgrund vieler Schwerverletzter noch steigen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Zu ähnlichen Taten hatte sich in der Vergangenheit die sunnitische Terrormiliz IS bekannt.

Hunderte Tote in den vergangenen Jahren

Die Terrororganisation war im Sommer von der irakischen Armee und Verbündeten aus der Stadt vertrieben worden. Durch Selbstmordattentate vor allem auf Schiiten wurden in den vergangenen Monaten Hunderte Menschen vor allem in der Hauptstadt Bagdad getötet. Die Dschihadisten stehen nicht erst seit dem Beginn der Offensive auf ihre Hochburg Mossul vor einem Monat massiv unter Druck.

Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte wiederholt angekündigt, den IS noch in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen. (dpa)