Lohnunterschiede

Koalition einigt sich auf mehr Lohngerechtigkeit für Frauen

Volker Kauder (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Thomas Oppermann (SPD, v.l.) geben im Reichstagsgebäude in Berlin zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses vom Donnerstag ein Statement ab.

Volker Kauder (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Thomas Oppermann (SPD, v.l.) geben im Reichstagsgebäude in Berlin zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses vom Donnerstag ein Statement ab.

Foto: Rainer Jensen / dpa

In vielen Unternehmen erhalten Frauen deutlich weniger Lohn als Männer. Die große Koalition will das nach langem Streit jetzt ändern.

Berlin.  Union und SPD haben ihren Streit über ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern beigelegt. Der Koalitionsausschuss vereinbarte am Donnerstag in Berlin, dass Unternehmen ab 200 Beschäftigten verpflichtet werden sollen, einen individuellen Rechtsanspruch von Arbeitnehmern auf Informationen über ungerechte Bezahlung einzuführen.

Unternehmen ab 500 Beschäftigten sollen verpflichtet werden, Verfahren zur Herstellung der Entgeltgleichheit einzuführen und darüber auch zu berichten.

Frauen werden bei Lohnhöhe benachteiligt

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt, für 14 Millionen betroffene Arbeitnehmer sei die Vereinbarung der Koalition „ein großer Schritt nach vorn“. Frauen würden derzeit immer noch teilweise erheblich bei der Lohngestaltung benachteiligt. Zunächst hatte die „Rheinische Post“ über eine entsprechende schwarz-rote Kompromisslinie berichtet. (dpa)