Drogenkrieg

Philippinischer Präsident Duterte vergleicht sich mit Hitler

Bekannt für unverschämte Äußerungen: der philippinische Präsident Rodrigo Duterte.

Bekannt für unverschämte Äußerungen: der philippinische Präsident Rodrigo Duterte.

Foto: LEAN DAVAL JR / REUTERS

Bekannt für Beleidigungen und verbale Entgleisungen ist der Präsident der Philippinen bereits. Nun hat er sich mit Hitler verglichen.

Manila.  Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte hat seinen Anti-Drogen-Krieg mit dem millionenfachen Mord an Juden während des Holocausts verglichen und sich lobend über den Massenmord der Nationalsozialisten geäußert. „Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Nun, es gibt (hier) drei Millionen Drogenabhängige. Ich würde sie gerne abschlachten“, sagte Duterte am Freitag in der Hauptstadt Manila.

Deutschland habe Hitler gehabt, fügte Duterte hinzu und deutete dann auf sich selbst, als er über die Philippinen sprach. Er fügte hinzu: Kritiker bezeichneten ihn wegen seiner scharfen Anti-Drogen-Politik als „Hitlers Cousin“, ohne dabei aber das Ausmaß des Drogenproblems auf den Philippinen zu kennen.

Obama und Papst Franziskus als „Hurensohn“ beschimpft

Seit seinem Amtsantritt im Mai 2016 verfolgt Duterte eine brutale Politik gegen Drogenhändler und Abhängige. Von Anfang Juli bis Ende September wurden 1247 Menschen bei Polizeiaktionen getötet, in weiteren 1721 ungeklärten Tötungsdelikten wird ermittelt. In der Vergangenheit hatte sich Duterte respektlos gegenüber Staatschefs wie US-Präsident Barack Obama geäußert, den er einen Hurensohn nannte. Auch das geistige Oberhaupt der Katholiken, Papst Franziskus, beschimpfte er wüst.

Während der NS-Herrschaft waren nicht, wie von Duterte behauptet, drei Millionen, sondern rund sechs Millionen Juden getötet worden. (dpa/aba)