Hamburg

Innensenator will „Gefährder genau im Auge behalten“

Hamburg. Sie lebten im Süden von Schleswig-Holstein, aber sie waren wohl oft im benachbarten Hamburg unterwegs: Die Verhaftung der drei Tatverdächtigen geht auch die Hansestadt etwas an. Sollten die Syrer tatsächlich einen Anschlag geplant haben, liegt die Vermutung nahe, dass Ziele in der Millionenmetropole infrage gekommen wären. Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sagte am Dienstag: „Dieser erfolgreiche Schlag gegen drei mutmaßliche IS-Mitglieder belegt die hohe Wachsamkeit und die effektive Zusammenarbeit aller beteiligten Sicherheitsbehörden.“

Grote betonte vor allem den engen Schulterschluss mit den Bundesbehörden. Demnach war auch die Hamburger Polizei in die Aktion eingebunden. „Die Polizei Hamburg hat im Ermittlungsverfahren intensiv mit der Generalbundesanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt zusammengearbeitet“, sagte der Innensenator.

Er dankte ausdrücklich allen am Verfahren beteiligten Einsatzkräften und Ermittlungsbeamten für ihre hochprofessionelle und erfolgreiche Arbeit. Innensenator Grote kündigte an: „Wir werden den Kampf gegen den islamistischen Extremismus und Terrorismus auch künftig konsequent fortsetzen und mögliche Gefährder genau im Auge behalten.“

Auch Dennis Gladiator, der innenpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, lobte den Einsatz der Sicherheitsbehörden. „Polizei und Verfassungsschutz haben alles richtig gemacht. Das war eine sehr erfolgreiche Maßnahme, und sie zeigt das gute Zusammenspiel der Behörden auf Bundes- und Länderebene“, sagte er. „Da sind sehr frühzeitig Tendenzen erkannt und bekämpft worden.“

Wichtig sei, so Gladiator, vor allem auch das Signal, das von dem Einsatz im Nachbarbundesland Schleswig-Holstein ausgehe. „Die Aktion zeigt: Die Sicherheitsbehörden bekommen viel mit und handeln entschlossen.“ Der Innenex­perte hofft, dass die Befragung der drei Tatverdächtigen und die Durchsuchung der Wohnungen wertvolle Erkenntnisse liefern könnten.