US-Wahlkampf

Wie sich der libertäre US-Präsidentschaftskandidat blamierte

Die libertäre Partei ist in den USA die größte unter den Drittparteien. Ihr Präsidentschaftskandidat Gary Johnson blamierte sich nun im TV mit seiner Unwissenheit über die syrische Stadt Aleppo.

Die libertäre Partei ist in den USA die größte unter den Drittparteien. Ihr Präsidentschaftskandidat Gary Johnson blamierte sich nun im TV mit seiner Unwissenheit über die syrische Stadt Aleppo.

Foto: BRIAN SNYDER / REUTERS

In einem TV-Interview glänzt der libertäre US-Präsidentschaftskandidat Gary Johnson mit Ahnungslosigkeit. Er fragt: „Was ist Aleppo?“

Washington.  Im US-Wahlkampf hat sich der Kandidat der libertären Partei, Gary Johnson, mit einer Antwort zu Syrien einen Patzer geleistet. Als er am Donnerstagmorgen in einem Interview des Senders MSNBC gefragt wurde, was er im Fall eines Wahlsieges angesichts der Situation in Aleppo tun würde, antwortete Johnson: „Und was ist Aleppo?“.

Als der Journalist Mike Barnicle ihn daraufhin fragte, ob das ein Scherz sei, verneinte Johnson dies. Barnicle sagte schließlich: „Aleppo liegt in Syrien. Es ist das Epizentrum der Flüchtlingskrise.“

Libertäre Partei ist größte unter den Drittparteien

Die libertäre Partei ist unter den Drittparteien in den USA die größte, sie spielte in der Vergangenheit aber kaum eine Rolle. Weil die demokratische Kandidatin Hillary Clinton und ihr republikanischer Rivale Donald Trump aber so unbeliebt sind, ist das diesmal anders. In mehreren Umfragen liegt Johnson bei über zehn Prozent. Es gibt deshalb Forderungen, dass der ehemalige Gouverneur von New Mexico an den TV-Debatten zwischen Clinton und Trump teilnehmen müsse. (dpa)