Flüchtlinge

Italienische Küstenwache rettet 3000 Flüchtlinge aus Seenot

Die Bilder ähneln sich: Flüchtlinge auf überfüllten, schlecht ausgerüsteten Booten im Mittelmeer, hier auf einer Archivaufnahme im April 2016.

Die Bilder ähneln sich: Flüchtlinge auf überfüllten, schlecht ausgerüsteten Booten im Mittelmeer, hier auf einer Archivaufnahme im April 2016.

Foto: Ong Sos Mediterranee / Handout / dpa

In den letzten zwei Tagen hat die italienische Küstenwache 10.000 Menschen gerettet. Die Flüchtlinge gerieten auf der Fahrt in Seenot.

Rom.  Die italienische Küstenwache hat etwa 3000 Flüchtlinge von zumeist überfüllten Booten im Mittelmeer gerettet. In der Straße von Sizilien habe es rund 30 Rettungseinsätze gegeben, erklärte die Küstenwache. Damit wurden allein binnen zwei Tagen etwa 10.000 Flüchtlinge auf dem Weg nach Italien in Sicherheit gebracht. Über die Nationalitäten der Flüchtlinge wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind allein in diesem Jahr rund 105.000 Flüchtlinge mit dem Boot nach Italien gekommen, viele von ihnen brachen in Libyen auf. Mehr als 2700 Migranten kamen seit Januar 2016 bei der Überfahrt ums Leben.

Weg von Libyen nach Italien sehr gefährlich

Hilfsorganisationen zufolge ist die Route zwischen Libyen und Italien derzeit der wichtigste Weg nach Europa. Libyen befindet sich nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi in einem Bürgerkrieg, Wirtschaft und Politik sind handlungsunfähig. Das erleichtert einerseits die Arbeit von Schleppern, macht die Route für Flüchtlinge jedoch auch überaus gefährlich.

Über die Türkei nach Griechenland kommen dagegen seit der Vereinbarung zwischen EU und Türkei nur noch wenige Flüchtlinge. (rtr/aba)