Lebenslauf-Lüge

Petra Hinz gelingt Mandatsverzicht erst im zweiten Anlauf

Nach der Affäre um ihre gefälschte Vita trat Petra Hinz Anfang August von allen SPD-Parteiämtern zurück. Jetzt hat sie auch ihr Bundestagsmandat niedergelegt.

Nach der Affäre um ihre gefälschte Vita trat Petra Hinz Anfang August von allen SPD-Parteiämtern zurück. Jetzt hat sie auch ihr Bundestagsmandat niedergelegt.

Foto: imago stock&people / imago/Manngold

Im zweiten Versuch hat Petra Hinz ihren Mandatsverzicht rechtskonform abgeliefert. In ihrem ersten Schreiben gab es einen Formfehler.

Essen.  Nach einem Formfehler in ihrem ersten Schreiben hat die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz jetzt einen zweiten Anlauf für ihren Mandatsverzicht im Deutschen Bundestag unternommen. Und wie die Pressestelle des Deutschen Bundestag bestätigte, ist das am Mittwoch vorab per Fax übermittelte Schreiben diesmal rechtskonform ausgefallen.

„Wir warten jetzt noch auf das Original“, hieß es dazu am Freitag. Dieses muss bis zum 31. August bei Bundestagspräsident Norbert Lammert eingegangen sein, damit der Mandatsverzicht wie von Hinz geplant zum Monatsende erfolgen kann.

Hinz will Diäten spenden

Die 54-jährige Abgeordnete, die wegen einer über Jahrzehnte geheim gehaltenen Lebenslauf-Lüge in die Schlagzeilen geraten war, sah sich zuletzt dem Vorwurf ausgesetzt, sie wolle ihren Rückzug aus dem Bundestag absichtlich verzögern, um zusätzliche Diäten zu kassieren. Dem versuchte sie mit dem Versprechen zu begegnen, sie wolle die Diäten nach Steuern spenden. (woki)

Dieser Text ist zuerst auf www.derwesten.de erschienen.