Terrorismus

Nizza-Attentäter hatte Komplizen und plante Tat monatelang

Spurensicherung am Lkw des Attentäters. Bei dem Anschlag kamen 84 Menschen ums Leben.

Spurensicherung am Lkw des Attentäters. Bei dem Anschlag kamen 84 Menschen ums Leben.

Foto: imago stock&people / imago/Agencia EFE

Der Attentäter von Nizza hatte Ermittlern zufolge fünf Unterstützter. Auch zu der Planung des Anschlags gibt es neue Erkenntnisse.

Paris.  Der Attentäter von Nizza hat nach Einschätzung von Ermittlern seine Tat mit der Hilfe von mindestens fünf Komplizen geplant. Der Tunesier habe Unterstützung bei der Vorbereitung des Anschlags gehabt, bei dem mindestens 84 Menschen ums Leben kamen, sagte der Pariser Staatsanwalt Francois Molins am Donnerstag. Der Anschlag selbst sei seit Monaten geplant worden. Bislang hatten die Ermittler nur davon gesprochen, dass der Attentäter den Anschlag über mehrere Tage vorbereitet habe.

Der 31-Jährige war vor einer Woche mit seinem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast, die in Nizza einem Feuerwerk anlässlich des französischen Nationalfeiertages zusehen wollte. Der Attentäter konnte erst nach zwei Kilometern gestoppt werden und wurde von Polizisten erschossen. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte das Attentat für sich.

Ausnahmezustand verlängert

Frankreich reagiert indes auf den Terroranschlag. Eine Woche nach dem Anschlag verlängerte Frankreichs Parlament den Ausnahmezustand bis Anfang 2017. Nach der Nationalversammlung stimmte auch der Senat am Donnerstag mit großer Mehrheit dafür, die Sonderrechte für die Behörden weitere sechs Monate in Kraft zu lassen. Das Gesetz erlaubt etwa Durchsuchungen und Hausarreste ohne Richterbeschluss.

Der Ausnahmezustand war nach den Pariser Terroranschlägen vom 13. November verhängt worden. Ursprünglich sollte er Ende dieses Monats auslaufen, nach dem neuen Anschlag steuerte Paris aber um. (rtr/dpa)