Bundespräsident

SPD und CDU streiten schon über die Gauck-Nachfolge

Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, schließt „zum jetzigen Zeitpunkt“ aus, dass ein CDU-Kandidat der nächste Bundespräsident wird.

Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, schließt „zum jetzigen Zeitpunkt“ aus, dass ein CDU-Kandidat der nächste Bundespräsident wird.

Foto: Alexander Heinl / dpa

Kaum hat Joachim Gauck erklärt, dass er keine zweite Amtszeit als Bundespräsident möchte, streiten SPD und CDU um seine Nachfolge.

Berlin.  SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schließt zum jetzigen Zeitpunkt aus, dass ein CDU-Politiker als Nachfolger von Joachim Gauck neuer Bundespräsident wird. „Die Union hat klar gemacht, dass es kein Sozialdemokrat werden soll. Dann wird es nach Lage der Dinge auch kein Christdemokrat“, betonte Oppermann am Dienstag vor einer Fraktionssitzung in Berlin.

Die SPD werde aber noch mit der Union und den anderen Parteien beraten: „Wir müssen miteinander reden in der großen Koalition, aber auch darüber hinaus.“ Es mache jedoch überhaupt keinen Sinn, Namen zu nennen. „Das ist viel zu früh.“ Es sei Zeit bis Februar 2017, um ein neues Staatsoberhaupt zu finden. Bis dahin werde Gauck ein hervorragender Präsident bleiben.

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), reagierte wütend auf die Aussagen Oppermanns. Er rate jedem, sich in der Frage zurückzuhalten. Dann teilte er gegen Oppermann aus: „Wenn mein Kollege Oppermann erklärt, dass es kein Kandidat der Union schaffen würde, dann kann ich nur sagen, es ist sicher nicht das erste Mal, dass ein Sozialdemokrat sich geirrt hat.“ (dpa)