Türkei-Abkommen

Deutsche glauben nicht an Entspannung der Flüchtlingskrise

Aus der Türkei sind diese Flüchtlinge zur griechischen Insel Lesbos gekommen – vor Inkrafttreten des Flüchtlingspakts. Wären sie in dieser Woche gekommen, würden sie wohl zurückgebracht.

Aus der Türkei sind diese Flüchtlinge zur griechischen Insel Lesbos gekommen – vor Inkrafttreten des Flüchtlingspakts. Wären sie in dieser Woche gekommen, würden sie wohl zurückgebracht.

Foto: Alexander Koerner / Getty Images

77 Prozent der Deutschen bezweifeln, dass das Abkommen zwischen EU und Türkei die Flüchtlingssituation in Deutschland verbessern wird.

Berlin.  Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an den Erfolg des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten in einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage bezweifeln, dass die Vereinbarung die Flüchtlingssituation in Deutschland verbessern wird. Dagegen glaubt jeder Fünfte (20 Prozent), dass sich die Lage entspannen wird. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-Morgenmagazins am 21. und 22. März insgesamt 1000 Menschen.

Das Ende vergangener Woche geschlossene Abkommen sieht vor, dass alle per Boot in Griechenland ankommenden Flüchtlinge nach Einzelfallprüfung zurück in die Türkei gebracht werden, es sei denn, sie können eine dortige Verfolgung nachweisen. Im Gegenzug will die EU 72.000 Syrer aus der Türkei über Kontingente aufnehmen. (epd)