Umfrage

Politbarometer: Klöckners CDU rutscht hinter Dreyers SPD

Wahlplakate für Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Herausfordererin Julia Klöckner (CDU) in Koblenz: Das Politbarometer sieht die SPD dort erstmals wieder vor der CDU.

Wahlplakate für Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Herausfordererin Julia Klöckner (CDU) in Koblenz: Das Politbarometer sieht die SPD dort erstmals wieder vor der CDU.

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Die Landtagswahlen stehen unmittelbar bevor, und eine ZDF-Umfrage sieht die CDU nun in zwei Bundesländern nur als zweitstärkste Kraft.

Berlin.  Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist nach dem ZDF-„Politbarometer“ unklar, wer dort jeweils regieren kann. Lediglich in Sachsen-Anhalt könnte es bei der bisherigen Koalition bleiben, ergab die am späten Donnerstagabend veröffentlichte Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen.

In Baden-Württemberg kommt die oppositionelle CDU derzeit nur noch auf 29 Prozent (gegenüber der Vorwoche minus 1 Punkt) und liegt deutlich hinter den Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32 Prozent. Die mitregierende SPD erreicht 14 Prozent (plus 1), die AfD unverändert 11. Die FDP kommt auf 6 (minus 1), die Linke auf 4 Prozent.

In Rheinland-Pfalz verbessert sich die SPD von Regierungschefin Malu Dreyer nach derzeitigem Stand auf 36 Prozent (plus 2) und schiebt sich damit erstmals seit langem vor die CDU von Herausforderin Julia Klöckner mit unverändert 35 Prozent. Im November hatte das Politbarometer die CDU in Rheinland-Pfalz noch bei 41 Prozent und die SPD bei 30 Prozent gesehen. Die AfD verliert leicht auf 9 Prozent (minus 1). Die mitregierenden Grünen kommen auf 5,5 Prozent (minus 0,5), die FDP auf 7, die Linken auf 3 Prozent (minus 1)

In Sachsen-Anhalt liegt die regierende CDU bei 32 Prozent (unverändert), weit vor ihrem Koalitionspartner SPD mit 14 Prozent (minus 1). Die Linke würde zurzeit mit 21 Prozent (plus 1) zweitstärkste Partei bleiben. Die AfD steigert sich nochmal auf 18 Prozent (plus 1). Die Grünen erreichen dort derzeit 5 Prozent (unverändert), die Freidemokraten 4,5 (plus 0,5).

Die Umfragen wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 7. bis 10. März mit 1711 Beteiligten in Baden-Württemberg, 1693 in Rheinland-Pfalz und 1096 in Sachsen-Anhalt telefonisch erhoben. Die Befragung ist jeweils repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich betrage bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut drei Prozentpunkte in beide Richtungen, bei einem Anteil von 10 Prozent liege er bei Plus/Minus zwei Prozentpunkte. (dpa)