Literatur-Podcast

Eigenwillig: Das Drama der unbefriedigten Frau

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Abendblatt-Redakteur Thomas Andre und Literaturhaus-Chef Rainer Moritz besprechen im Literatur-Podcast Next Book Please aktuelle Bestseller.

Abendblatt-Redakteur Thomas Andre und Literaturhaus-Chef Rainer Moritz besprechen im Literatur-Podcast Next Book Please aktuelle Bestseller.

Foto: HA

Was lesen? Abendblatt-Redakteur Thomas Andre und Literaturhaus-Chef Rainer Moritz über aktuelle Bestseller, die es in sich haben.

Hamburg. Drei Frauen, drei Leben, eine Sehnsucht: Erkannt, geliebt zu werden. So könnte man ganz grob die Protagonistinnen von Lisa Taddeos Buch "Drei Frauen" auf einen Nenner bringen. Im englischen Sprachraum war dieses bereits ein Bestseller – klar, es handelt vom weiblichen Begehren, von Sex. Im Literatur-Podcast Next Book Please geht es darum, ob dieses eigenwillig zwischen Reportage und Roman tändelnde Buch gelungen ist und ob es seinen Vorschusslorbeeren gerecht wird.

Ortheils gemächliches Hemingway-Biopic

Ebenfalls Thema der aktuellen Ausgabe ist Hanns-Josef Ortheils neuer Roman "Der von den Löwen träumte": ein literarisches Biopic über die Venedig-Episode in Ernest Hemingways Biografie. Nach Italien kam der große amerikanische Dichter 1948 inmitten einer heftigen Schreibkrise. In Venedig überwand er die auf kuriose Weise, und Ortheil setzt den Vorgängen von damals nun ein Denkmal – in seinem typischen, gemächlichen Erzählstil, den die beiden Podcaster Rainer Moritz und Thomas Andre auch aus anderen Werken des Autors kennen.

Hamburger Krimiautorin sticht heraus

Ebenfalls keine Unbekannte für sie ist die Hamburger Krimiautorin Simone Buchholz. "Hotel Cartagena" ist der inzwischen achte Teil der Reihe um die Staatsanwältin Chastity Riley. Warum die Buchholz-Krimis einen eigenen Ton haben und aus dem Genre herausstechen? Kann man hier nachhören!

Und einen skandinavischen Literaturtipp gibt es obendrauf: Die Kritiker haben sich Kjell Askildsens "Gesamtwerk" vorgenommen. Im opulenten Zwei-Band-Schuber ist das bei Luchterhand erschienen. Dabei ist der Stil des großen norwegischen Autors, der bislang zumeist nur Eingeweihten bekannt war, übrigens überhaupt nicht opulent: Askildsen ist ein Meister der Verkürzung, der jeglichen Schmuck enthobenen minimalistischen Sätze. Eine Entdeckung.