Podcast

Jung, grün, weiblich – ein politisches Erfolgsmodell?

Laura Kosanke
Die Grüne Bundestagskandidatin Emilia Fester

Die Grüne Bundestagskandidatin Emilia Fester

Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services

Eine 22-jährige Grüne strebt in den Bundestag. Im Podcast “Das Geschlecht der Anderen” spricht sie vom Patriarchat und der Zukunft.

Hamburg. Greta Thunberg, Luisa Neubauer und Aminata Touré – sie sind jung, weiblich und leben grün. Vor allem von Jüngeren werden sie gefeiert, von Älteren dagegen oft als politisch unerfahren wahrgenommen. Emilia “Milla” Fester ist dieser Vorwurf nicht fremd. Die 22-Jährige ist bei den Hamburger Grünen die Frauenpolitische Sprecherin und im Landesvorstand. Dieses Jahr will sie in den Bundestag einziehen und zeigt sich siegessicher. Im Podcast “Das Geschlecht der Anderen” spricht sie über den Planeten, das Patriarchat und ihr Alter.

Fester sagt über sich, Thunberg und Co.: “Wir sind vielleicht die Gesichter von dieser Bewegung, die inhaltlich getrieben ist davon, dass unser Planet in Flammen steht und wir ihn retten müssen, damit wir hier in 50 Jahren auch noch leben können. Deswegen sind wir auch noch jung, weil wir den Kampf kämpfen, der unsere Zukunft bestimmt.

Es ärgere sie, dass sie dabei gegen ein männliches Machtgefüge ankommen müsse. “Wir stoßen auch Diskussionen an, die sehr weitreichend sind, also zum Beispiel auch gegen ein Patriarchat, also die Vorherrschaft des Mannes. Und damit sind wir ein Gegenkonzept gegen das viel zitierte Konzept des alten, weißen Mannes.” Im Podcast redet sie auch über die Presse, Querdenker und Emotionen.