Entwarnung in Berlin

Verdächtiges Päckchen für Obama harmlos

Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets in Barack Obamas Berliner Hotel hat die Polizei Entwarnung gegeben.

Ein Taxifahrer hatte das Paket am Mittag nach Polizeiangaben im Berliner Luxushotels Adlon abgegeben. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts ließen die Lobby des Hotels räumen und untersuchten das Paket. Auch Hunde kamen zum Einsatz. "Es ist harmlos", hieß es darauf. Obama war kurz zuvor in dem Hotel nahe dem Brandenburger Tor eingetroffen, nachdem er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) getroffen hatte.

In dem Hotel bewohnt der 46 Jahre alte Demokrat eine Suite. Als nächste Station will er auch Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) treffen. Momentan steht aber noch ein Gespräch mit Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) im Auswärtigen Amt auf dem Programm. Ab 19.00 Uhr will Obama an der Siegessäule eine mit Spannung erwartete Rede zu seinen Vorstellungen über die künftigen Beziehungen zwischen Europa und den USA halten.

Unterdessen hat sich herausgestellt:

Es war nur ein Autogrammwunsch zu ungünstiger Zeit eines Fans Barack Obamas der den Sprengstoffalarm ausgelöst hatte. Der Mann aus Hamburg ließ am Mittag von einem Taxifahrer ein Päckchen mit einer Biografie des US-Präsidentschaftsbewerbers im Hotel "Adlon" abgeben, wie ein Polizeisprecher sagte. Der dort logierende Senator der US-Demokraten sollte das Buch signieren und zurücksenden - sogar das Rückporto lag bei. Das Hotelpersonal verständigte aber sicherheitshalber die Polizei, die die Hotel-Halle räumen ließ und mit Sprengstoffexperten anrückte. Kurze Zeit später gab es Entwarnung. Ein Polizeisprecher sagte: "Von dieser Art der Kontaktaufnahme können wir nur abraten."