Leserreaktionen zu Olympischen Spielen

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Gegenwind Wer Wind sät, wird Sturm ernten, heißt es in einem Sprichwort. Der pfeift jetzt den chinesichen Machthabern um die Ohren und das ist gut so. Menschen, die den Mut haben, zu sagen, was sie denken, um für ihre Ideale zu kämpfen, wird es in China auch geben. Doch wer will sie dort zu Wort kommen lassen, wo die kommunistische Fratze nach Ansehen giert. Also sind die Menschen in der freien Welt gefordert, an ihre Stelle zu treten. In London und Paris haben sie es eindrucksvoll getan. Die Route der Fackel ist noch lang und ich hoffe, dass denen, die dem Protest auf dem Weg nach Peking noch kräftig in die Segel blasen, nicht die Luft ausgeht - damit der Sturm nicht nachlässt.
Detlef Lange, Hamburg, per Mail

Offener Brief an Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sport-Bundes DOSB

Lieber Sportfreund Bach, wir, Mitglieder eines Hamburger Vereins SC Alstertal-Langenhorn (über 7.000 Vereinsangehörige) - des DOSB, sozusagen die "Basis" Ihrer Organisation, sind enttäuscht über Ihre Zurückhaltung/Leisetreterei in Sachen Menschenrechtsverletzungen in China.
Wir möchten Sie bitten, uns einige Fragen zu beantworten: 1. Glauben Sie angesichts der aktuellen Ereignisse in China, dass sich die Menschenrechtssituation verbessert hat, wie es das IOC erhofft hat?
2. Warum erweisen Sie faktisch der KP-Diktatur in China die Ehre, am Fackellauf für die Olympischen Spiele teilzunehmen? Oder beabsichtigen Sie, die Fackel aus Protest fallen zu lassen?
3. Verbessern sich durch Ihre Teilnahme am Fackellauf in China Ihre Chancen zur Wahl als IOC-Präsident?
4. Haben Sie Beraterverträge mit Großsponsoren der Olympischen Spiele oder anderen Unternehmen( in welcher Höhe?), die eine Teilnahme am Fackellauf erwarten?( vergleichbar mit dem Fußballtrainer Magath, der für Wolfsburg/Volkswagen arbeitet; Volkswagen ist ein Hauptsponsor der Olympischen Spiele in Peking).
5. Darf ein "mündiger Athlet" in Peking von dem Menschenrecht der freien Meinungsäußerung z.B. bei einer Pressekonferenz Gebrauch machen oder werden Sie sich dafür einsetzen, dass er ausgeschlossen wird?
Thomas Bartling, Georg Behringer, Christian Boysen, Paul Busse, Hans Diercks, Liesa + Rainer Dumschat, Dr. Horst Hufnagel, Dr. Klaus Landeck per Mail


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