Neujahrsempfang 2007

Die Rede von Verlagsgeschäftsführer Florian Kranefuß

Sehr geehrter Herr Präsident der Bürgerschaft, sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, sehr geehrte Senatorinnen und Senatoren, sehr geehrte Herren Abgeordnete, sehr geehrte Staatsräte, sehr geehrter Herr Doyen, sehr geehrter Vertreter des Konsularischen Korps, sehr geehrte Bürgermeister, Präsidenten und Intendanten, lieber Herr Dr. Döpfner, meine Damen und Herren, liebe Freunde,

im Namen des Hamburger Abendblattes und des Hauses Axel Springer begrüße ich Sie herzlich zu unserem diesjährigen Neujahrsempfang.

Es ist bereits das 20. Mal, dass wir uns hier treffen.

Seit zwei Jahrzehnten ist dieses Datum ein Jour Fix für Stadt und Zeitung. Die Idee hatte damals Christian Delbrück. Wie viele von Ihnen wissen riss ein jäher Tod ihn im September aus unserer Mitte.

Christian Delbrück hat über Jahrzehnte das Hamburger Abendblatt geprägt. Und auch in der Kontinuität dieses Treffens lebt sein Wirken fort.

Dafür sind wir ihm dankbar.

Meine Damen und Herren,

wir freuen uns, dass Sie wieder so zahlreich gekommen sind. Das Jahr ist ganz frisch. Und noch ist Zeit für gute Vorsätze.

Mein Vorschlag: Zuversicht. Und zwar die Zuversicht, die wir jetzt spüren, durch das gesamte Jahr voranzutragen und zu bewahren.

Jedes Jahr suchen wir für die Einladung ein Motto. Und wir haben die Nase in den Wind gehalten und unzweideutig eine frische Brise wahrgenommen.

Also stand das Motto schnell fest: Aufbruch.

Denn während wir diesen Aufbruch in den vergangenen Jahren beschwören mussten, können wir heute sagen: er ist da!

Und nirgendwo in Deutschland ist dieser Aufschwung schöner als in Hamburg.

Die öffentliche Hand hat neue Spielräume für sinnvolle Investitionen. Und die Stadt zeigt sich von ihrer besten Seite.

Ein prachtstraßenähnlicher Jungfernstieg, ein großstädtischer Flughafen, eine viel versprechende, zukunftsweisende Hafencity mit dem visionären Wahrzeichen Elbphilharmonie. Ein neuer Rekord im Tourismus, der Hafen boomt weiter, der Dienstleistungssektor brummt und der Handel schafft mit neuen Standortkonzepten, sei es in der City mit der opulenten Europapassage oder weiter draußen mit der Erweiterung des AEZ, neue Impulse für den Konsum.

Alles Zeichen einer Stadt im Aufbruch.

Aufbruch bedeutet Optimismus.

Mut zu positivem Denken. Abkehr von der typisch deutschen Lust an Bedenkenträgerei, mit der so leidenschaftlich große Ideen kleingeredet werden. Davon bleiben sogar ganze Domplätze nicht verschont.

Wir sind dennoch zuversichtlich, dass Hamburg auch hier seine Lösung finden wird, die dem Anspruch an eine Weltmetropole entspricht.

Ihre Zeitung jedenfalls, das Hamburger Abendblatt, ist in Aufbruchstimmung.

Zunächst sind wir in den siebten Tag aufgebrochen und freuen uns über Wachstum an diesem schönsten Tag der Woche. Mit unserer neuen Sonntagszeitung Hamburger Abendblatt Sonntags haben wir ein innovatives Zeitungskonzept in den Markt eingeführt, mit dem Ziel neue Leserschichten anzusprechen.

Aufbruch ist an denjenigen Stellen wichtig, an denen sich die Bedürfnisse unserer Kunden ändern. So wird sich das Hamburger Abendblatt noch stärker als bisher auf Veränderungen bei der Mediennutzung ausrichten.

Wir werden mit kräftigen Investitionen die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse vorantreiben und die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, mehrkanalig zu publizieren über online, mobile oder print.

Gleichzeitig werden wir unser Internetangebot weiter ausbauen, weitere attraktive Services und interaktive Elemente einführen, jeweils in Verzahnung mit dem Blatt.

Unser Aufbruch heißt also: Von der Zeitungsmarke zur Medienmarke.

Meine Damen und Herren,

ganz im Sinne Axel Springers gab es nach der Wiedervereinigung eine neue Gewichtsverteilung unseres Hauses zwischen den Standorten Hamburg und Berlin.

Mag sein, dass Berlin ein bisschen näher an den osteuropäischen Zukunftsmärkten liegt, oder dass die Nähe zur großen Politik einem Medienhaus gut ansteht.

Aber was wäre die Kochstraße in Berlin ohne die Caffamacherreihe in Hamburg?

In Hamburg liegen nicht nur die Wurzeln des Hauses Axel Springer, sondern hier liegt ebenso die Zukunft: Hier mitten in unserer Hansestadt werden wir weiter wachsen, investieren und hier wollen wir auch weitere Arbeitsplätze schaffen.

Dieser Vormittag, meine Damen und Herren, ist auch jedes Jahr ein neues Bekenntnis zum Standort Hamburg. Und das mit wachsender Freude und größtem Vergnügen.

Brechen wir also auf ins Neue Jahr.

Ich wünsche Ihnen allen ein glückliches 2007, unserer Stadt eine Festigung des Aufschwungs und dem HSV und allen seinen Anhängern den ersehnten Erfolg für die Rückrunde.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ich gebe jetzt das Wort an unseren Chefredakteur Menso Heyl.