Google Doodle

Ampel wird 101 - kuriose News zum Verkehrszeichen

Diese „Vielfaltampeln“, so der offizielle Begriff, zeigen Schwule und lesbische Pärchen

Diese „Vielfaltampeln“, so der offizielle Begriff, zeigen Schwule und lesbische Pärchen

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

1914 gab es die erste Ampel in den USA, doch sie entwickelte sich immer weiter - auch auf ungewöhnliche Weise. Google widmet der Ampel ein eigenes Doodle.

Die Ampel feiert Geburtstag: Vor 101 Jahren kam das elektrische Verkehrszeichen auf die Straßen. 1914 gab es an der Kreuzung Euclid Avenue und 105. Straße in Cleveland in Ohio die erste Ampel mit einer roten und einer grünen Leuchte. Google widmet dem Jubiläum ein eigenes "Doodle".

Seitdem stehen Menschen an roten Ampeln, ärgern sich, überfahren sie. Seit 1924 gibt es die Ampeln auch in Deutschland. Später gab es auch die Fußgängerampeln - hier ist in Deutschland immer noch die Teilung in Ost und West abzulesen - durch die bekannten Ost-Ampelmännchen.

Doch auch kuriose andere Ideen sind für die Ampelmännchen seit kurzem im Gespräch: Die so genannten Homo-Ampeln. Diese heißen offiziell „Vielfaltampeln“ und zeigen Schwule und lesbische Pärchen. Auch in Hamburg gibt es sie: Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) präsentierten vor kurzem an der Langen Reihe/Ecke Kirchenallee Hamburgs ersten beiden Verkehrsampeln mit schwulen und lesbischen Ampelpärchen. Das Vorbild für die „Homo-Ampel“ lieferte Österreichs Hauptstadt Wien.

Eine weitere kuriose Ampel-News: Es gibt eine Ampel in Dresden, die seit 25 Jahren Rot anzeigt. Orange und Grün? Fehlanzeige! Sie zeigt immer konstant Rot, weil es dort eine Grünpfeil-Regelung gibt. Rechtsabbieger dürfen hier trotz roten Lichts und dank des kleinen, schwarz-grünen Schildes abbiegen. Das macht auch Sinn, denn an dieser Stelle ist überhaupt auch nur das Rechtsabbiegen erlaubt - da kommt natürlich schnell die Frage auf, warum der Verkehr hier überhaupt mit einer Ampel geregelt werden muss. Warum an dieser Stelle nicht einfach ein Stop-Schild ausreicht? „Weil eine unmittelbar anbindende Straße an einen ampelgeregelten Punkt auch mit einer Ampel geregelt werden muss.“ So würde das die Straßenverkehrsordnung vorgeben.

Die Ampel ist kein Einzelfall in Dresden - hier sollen Autofahrer noch an zwei anderen Stellen ausschließlich Rot sehen