Meinung
Glosse

Wer ist hier dick?

Volker Behrens
Volker Behrens.

Volker Behrens.

Nein, Obelix, du nicht! Beim „Fat Bear“-Wettbewerb In Alaska wollen „Jumbo Jet“ und „Holly“ so richtig bärühmt werden

Hamburg. Nein, diesen Bären würden Sie sich nicht so gern aufbinden lassen wollen. In diesem Fall würde nicht nur Horst Schlämmer sagen: „Isch habe Rücken.“ Es geht um einen Braunbären mit der Nummer 747 und dem Spitznamen „Jumbo Jet“. Der frisst von Juni bis Oktober im Brooks-Fluss in Alaska mal so bummelig 40 Lachse pro Tag und dürfte mittlerweile gut 600 Kilogramm wiegen. Zusammen mit seinen Kollegen „Holly“ und „Chunk“ (Klotz) zählt er zu den Favoriten beim „Fat Bear“-Wettbewerb in Alaska, bei dem am 5. Oktober das stattlichste Pelztier gekürt werden soll.

„Lasst dicke Männer um mich sein“, sagt Cäsar in Shakespeares gleichnamigen Stück. Bären gab es damals in England schon nicht mehr, auch in Deutschland sind sie seit 150 Jahren ausgestorben, Problembären ausgenommen.

Auf Meister Petz will niemand verzichten

Aber sie machen natürlich immer noch etwas her. Vom Steiff-Tier bis zum Haribo-Fruchtgummi – auf Meister Petz möchte keiner verzichten. Was wären unsere Geschichten ohne Pu, Balu und Paddington? Hier steppt immer der Bär.

Kleine Werbeunterbrechung: Kennen Sie das Kinderbuch „Schlaf gut, kleiner Bär“ von Quint Buchholz? Lohnt sich.

Jede Menge Sprichwörter haben überlebt

„Wer ist hier dick?“, hört man da den stets mit Bärenkräften Römer verprügelnden, aber taillenlosen Obelix fragen. Später wird er regelrecht philosophisch, als er sagt: „Hier gibt’s keine zwei Dicken – höchstens einen. Und der ist nicht dick.“

Überlebt haben jede Menge Sprichwörter. Das Füllhorn mit deutschen Redensarten überrascht da doch immer wieder. Oder haben Sie schon mal etwas gehört von „Der bullige Bär in Birnen beißt, der bärtige Bauer Bernhard heißt“? Wir wünschen einen goldenen Oktobär!

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