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Elbchaussee als Einbahnstraße – die beste Lösung

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Matthias Schmoock
Kopenhagener Radwege: So soll die Elbchaussee in Hamburg nach dem Umbau aussehen

Kopenhagener Radwege: So soll die Elbchaussee in Hamburg nach dem Umbau aussehen

Foto: Senatspressestelle

Der Umbau der Elbchaussee ist nötig für die Verkehrswende – und was auf der Sierichstraße funktioniert, kann auch hier klappen.

Ein derart aufwendiges Projekt wie der Umbau der Elbchaussee kann niemals einhellige Unterstützung finden. Immer wird es Menschen geben, die sich als Opfer einer Entwicklung sehen, die sie so nicht gewünscht haben. Fakt ist aber: Die Elbchaussee passt mit ihrer jetzigen Infrastruktur nicht mehr zu einer Metropole, die sich eine Verkehrswende auf die Fahnen geschrieben hat.

Das Wichtigste zum Umbau der Elbchaussee

Das oft zitierte Miteinander von Rad- und Autofahrern gleicht auf der viel befahrenen Ost-West-Achse schon lange einem täglichen Gegeneinander – stellenweise sogar einem lebensgefährlichen. Der Umbau ist politisch gewollt, und er wird auch seit Jahren kommuniziert. Wer auch nur eine der vielen Informationsveranstaltungen inklusive Bürgerbeteiligung zum Thema mitgemacht hat, wird nicht behaupten können, dass es sich die Stadt dabei leicht gemacht hat.

Was auf der Sierichstraße funktioniert, kann auch auf der Elbchaussee klappen

Unter diesen Umständen scheint die jetzt angepeilte Einbahnstraßenregelung noch die beste Lösung. Denn in der Tat wird vor allem während der Rushhour über Stunden vor allem eine Fahrbahnrichtung stark frequentiert, während auf der jeweils anderen deutlich weniger los ist. Was auf der Sierichstraße seit vielen Jahren reibungslos klappt, könnte auch – für einige Jahre – auf der Elbchaussee funktionieren.

Die Verantwortlichen sind allerdings gut beraten, ein anderes Problem nicht aus dem Blick zu verlieren: Die vielen anstehenden Großbaustellen im Hamburger Westen – Autobahndeckel, Ausbau der Veloroute 1, Bau der Fernwärmetrasse – müssen so koordiniert werden, dass die Einschränkungen für die Bevölkerung im erträglichen Rahmen bleiben. Denn in Kombination mit dem Elbchaussee-Umbau droht hier sonst ein massives Verkehrschaos, und die Toleranz der Betroffenen würde endgültig unter die Räder kommen.

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