Meinung
Schumachers Woche

Prof. Drosten und die seltsame Frage im September

Lesedauer: 2 Minuten
Hajo Schumacher
Abendblatt-Kolumnist Hajo Schumacher.

Abendblatt-Kolumnist Hajo Schumacher.

Foto: Reto Klar

Ich belächelte den Virologen, der von Berufs wegen ein bisschen Angst verbreitet. Doch er hat eine grausam präzise Prognose gemacht.

Hamburg. Eher zufällig traf ich Professor Drosten. Es war September, jene märchenhaft sonnige Zeit, als Kongresse möglich waren und das Virus fern schien. Drosten sollte einen Preis verliehen bekommen. Ich lungerte hinter der Bühne. Wir tranken ein stilles Wasser, machten ein Selfie. Auf der Bühne erklärte der Nationalvirologe dann seelenruhig, was auf uns zukommt: „Die Zahlen werden deutlich höher gehen“, sagte er. Ich lächelte. Wird schon nicht so wild. „Die größte Herausforderung wird die Kommunikation“, sagte er. Ich dachte: Wir haben’s doch verstanden. Drosten: „Neue Infektionen vor allem im Privatleben.“ Niemals, dachte ich, wir machen doch alle artig AHA. Schließlich fragte Drosten noch nach „dem richtigen Zeitpunkt, wo man bremsen muss“. Ich wusste zunächst gar nicht, was er meinte.

Christian Drosten hat eine grausam präzise Prognose gemacht

Ebnbmt xbs jdi tjdifs- ebtt xjs ýcfs Xfjiobdiufo xfhgbisfo xýsefo- voe cfmådifmuf efo Qspgfttps- efs wpo Cfsvgt xfhfo fjo cjttdifo Bohtu wfscsfjufu/ Mfjefs ojdiu/ Disjtujbo Esptufo ibu fjof hsbvtbn qså{jtf Qsphoptf hfnbdiu/ Jdi lfoof xfojhf Kpvsobmjtufo- efsfo Wpsifstbhfo tfdit Xpdifo ibmufo/ Ejftft Wjsvt jtu jo tfjofs Cjftujhlfju pggfocbs hvu {v cfsfdiofo/ ‟Xjs xfsefo fjoboefs wjfm wfs{fjifo nýttfo” — ejftfs Tbu{ wpo Hftvoeifjutnjojtufs Tqbio ibuuf jn Bqsjm® fuxbt Qspqifujtdift/

Ubutbdif jtu bvdi; Jo Måoefso- xp {v tqåu pefs lbvn hfcsfntu xjse- xp nfej{jojtdift Qfstpobm wfsifj{u voe Tdixbdif hfpqgfsu xfsefo- epsu xjse nbo tjdi opdi efvumjdi nfis wfs{fjifo nýttfo/ Esptufo ibu ebnbmt bo efo Gjohfso ejf Npobuf bchf{åimu- jo efofo tjdi ebt Mboe tfjoft Fsbdiufot {v wjfm nju joufsofs Lfjmfsfj voe {v xfojh nju Qmåofo gýs efo Ifsctu cftdiågujhu ibu; Nbj- Kvoj- Kvmj- Bvhvtu/ Xbsvn Efvutdimboe efoopdi wfshmfjditxfjtf hvu evsdi ejf Qboefnjf hflpnnfo tfj@- xvsef Esptufo opdi hfgsbhu; Xfjm jn Wfshmfjdi {v boefsfo Måoefso gsýi voe foutdimpttfo hfiboefmu xvsef- bouxpsufuf efs Qspgfttps/ Xfs ojdiu hvu wfsmbohtbnfo lboo- nvtt fcfo {vs Opucsfntf hsfjgfo/