Meinung
Glosse

Greenpeace-Kalendergirls – das nächste Jahr wird saugut

Abendblatt-Autorin Vanessa Seifert

Abendblatt-Autorin Vanessa Seifert

Foto: Andreas Laible

Dafür sorgen bestimmt die Greenpeace-Kalendergirls für 2021: Trudi, Schätzele, Pischi und natürlich Ricki, die echt Schwein hatte.

Gut, besser wird’s nicht mehr … Setzen wir unsere Hoffnungen also darauf, dass 2021 komplett rosarot wird. Denn ein bisschen mehr Schwein können wir wohl alle ganz gut gebrauchen. Passend dazu hat das Greenpeace Magazin jetzt einen der versautesten Wandkalender überhaupt präsentiert: nichts als Borstentiere, von Januar bis Dezember! Für jeden Geschmack (nicht essen, nur gucken!) ist etwas dabei: vom zarten Ferkel bis zur rubensartigen 300-Kilogramm-Wuchtbrumme, vom Rotbunten Husumer bis zum Schwedischen Linderöd.

Trudi, Schätzele und Pischi (keine Vermutung, warum die so heißt ...) heißen die „Kalender Girls“, und natürlich darf auch ein Schweinchen namens Babe nicht fehlen. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Artgenossen dürften sie alle ein „friedliches und artgerechtes Leben“ führen. Ja, der gesunde rosa Teint spricht (Bild-)Bände.

„Personality“ ist mindestens so wichtig wie das perfekte Aussehen

Wobei „Personality“, wir kennen das von Heidi Klums „Meedchen“, mindestens so wichtig ist wie das perfekte Aussehen. Hervorzuheben ist das Schicksal des Edelschweins Ricki, das im wahrsten Sinne des Wortes gerade noch den Absprung geschafft hat: Auf dem Weg zum Mäster fiel es vom Laster und landete unverletzt auf einem Tiergnadenhof im Bayerischen Wald, wo es heute „am liebsten mit den Hofhunden umherflitzt“. Ja, für tierisch Interessierte hält der Kalender neben Informationen übrigens noch ein „Making-of“ bereit.

Fotografiert wurden die Mini-, Woll-, und Hängebauchschweine von Manfred Jarisch. Er habe alle Hände voll zu tun gehabt, um die Widerborster in Szene zu setzen, heißt es: Es habe viel gutes Zureden, eine Menge Leckerlis und auch ein bisschen Glück gebraucht. Hat geklappt. Schwein gehabt!