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Kommentar

SPD und Grüne müssen zentrale Probleme lösen!

Peter Ulrich Meyer
Abendblatt-Redakteur Peter Ulrich Meyer

Abendblatt-Redakteur Peter Ulrich Meyer

Foto: Andreas Laible

Bei den Koalitionsverhandlungen in Hamburg müssen Antworten auf die drängendsten Fragen gefunden werden.

Die Probleme der Stadt werden nicht kleiner, und damit ist ausnahmsweise nicht die Corona-Krise gemeint. Wenn sich SPD und Grüne vom kommenden Montag an im Rathaus zusammensetzen, um über die Bildung des neuen Senats zu verhandeln, dann werden sie Antworten auf die drängendsten und
die Hamburgerinnen und Hamburger bewegendsten Probleme finden müssen.

Ja, man darf das Wahlergebnis so lesen, dass sich die Wähler ein höheres Tempo bei der Verkehrswende wünschen. Viele Menschen sind mittlerweile zunehmend bereit, das Auto auch mal stehen zu lassen, wenn denn die Alternativangebote stimmen. Aber es wäre sträflich, wenn die Koalitionäre in spe darüber den täglichen Frust der Autofahrer über die Staus aus den Augen verlieren würden. Hier muss es endlich spürbare Verbesserungen geben.

Ja, immer mehr Menschen wünschen sich größere Anstrengungen beim Klimaschutz. Auch wenn in Hamburg das Weltklima nicht gerettet werden kann, sollte die norddeutsche Metropole hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Da hat Rot-Grün mit dem Klimaplan bereits vorgelegt. Jetzt muss es auch darum gehen, dass bei der Umsetzung die Kosten etwa für Strom und Heizung nicht aus dem Ruder laufen.

Wie das überhaupt gilt: Die Stadt muss bezahlbar bleiben auch für die­jenigen, die nicht so viel Geld verdienen. Das fängt bei den Mieten an. Die Konjunktur wird weiter abflauen, und die wirtschaftliche Lage wird schwieriger werden. Damit rückt automatisch das Thema der Sicherung der Arbeitsplätze in den Vordergrund.

Angesichts des Stimmenzuwachses in der Summe ist zu Recht viel von einem Wählerauftrag für Rot-Grün die Rede. Man kann das Wahlergebnis aber auch als Verpflichtung und Ausdruck hoher Erwartung lesen.

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