Meinung
Zwischenruf

Her mit dem Kuchen – ein Tag zum Schlemmen

HA Redakteure ; Vanessa Seifert ;

HA Redakteure ; Vanessa Seifert ;

Foto: Andreas Laible

Fast jeder Tag ist einem anderen Thema gewidmet. Am Mittwoch waren es gleich mehrere, darunter der Rührkuchen.

Hamburg. Die Frage ist nicht mehr „Was koche ich morgen?“, sondern: „Was haben Sie bitte gestern gebacken?“ Falls Sie jetzt denken: Seltsam, die hat doch einen an der Waffel …, kann ich das gleich entkräften: nix Waffel, es geht um Gugelhupf, Zitronen- und Schokoladenkuchen oder auch – für fortgeschrittene Teilnehmer des großen Backens – um Avocadokuchen mit Limettenguss und Pistazien.

Ja, denn gestern war – wer hatte es nicht auf dem Schirm oder zumindest im analogen Kalender – der Internationale Tag des Rührkuchens. Erfunden haben den natürlich unsere amerikanischen Freunde – vermutlich aus Gründen der Fairness. Frei nach dem Motto: Immer wird Kuchen nur benutzt, um irgendjemanden hochleben zu lassen. Da sollten doch wenigstens einmal im Jahr die süßen Kunstwerke aus Butter, Eiern, Mehl Milch, Zucker und Co. selbst gefeiert werden. An sich eine schöne Idee, liefert sie doch einen völlig egalen Anlass, um mal wieder hemmungslos Kuchen in sich hineinzuschaufeln. Wenn nur das Backen vorher nicht wäre ...

Und genau für jene, deren Lieblingshobby jetzt nicht unbedingt das Rühren ist, gibt es in den USA – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Feiertage – auch eine Lösung: Sie hätten gestern endlich auch mal wieder ein neues Fotoalbum – zum Beispiel vom Sommerurlaub vor acht Jahren – erstellen können. Denn der 4. März ist auch „Scrapbooking Day“, wie es zwischen New York und Los Angeles heißt.

Zugegeben: Das ist allein geografisch alles weit hergeholt. Da ist schon interessanter, dass gestern auch noch – man kommt aus dem Feiern nicht mehr raus – Tag der Grammatik war. Den feiern wir hier übrigens (möglichst) jeden Tag ...