Meinung
Glosse

Das hat ein Nachspiel!

Volker Behrens ist Redakteur im Kulturressort.

Volker Behrens ist Redakteur im Kulturressort.

Foto: HA

Ein britisches Fußballmatch dauerte 28 Minuten länger als üblich. Warum, blieb im Dunkeln.

„28“ stand auf der Anzeigetafel, die der vierte Unparteiische beim Spiel des Drittligisten Burton Albion gegen das Premier-League-Team AFC Bournemouth in die Höhe hob.

28 Minuten Nachspielzeit?

Das ist verdammt viel, aber der Anlass war auch entsprechend kurios. Während des Spiels war das Flutlicht ausgefallen. Kann passieren, aber in diesem Spiel geschah es gleich dreimal. Stromprobleme sollen die Ursache dafür gewesen sein.

Galgenhumor: Briten tun so etwas

Das Publikum nahm es mit Galgenhumor, wartete und begann zu singen. Briten tun so etwas. „We’re singing in the dark“ (wir singen im Dunkeln), schmetterten sie zur Melodie des Klassikers „Singin’ In The Rain“. Aber erfreulicherweise wurde es auch immer wieder hell. 121 Minuten standen die Kicker insgesamt auf dem Platz. Die Underdogs von Burton Albion gewannen übrigens gegen die Favoriten 2:0. Von wegen: Der Letzte macht das Licht aus.

Auch auf andere Weise kann man mit Anzeigetafeln auf dem Platz Heiterkeit erzeugen. Als das Bekanntgeben der Nachspielzeit noch ziemlich neu war, hatte sich diese Vorgehensweise noch nicht gleich überall herumgesprochen. Als am Spielfeldrand eine Tafel mit der Ziffer „1“ hochgehalten wurde, soll ein Sportreporter das mit den Worten kommentiert haben: „Jetzt wechseln die doch tatsächlich kurz vor Schluss noch den Torwart aus!“