Meinung
Menschlich gesehen

Rolf Höfert ist der Derbysieger

Vor 42 Jahren feierte der ehemalige St.-Pauli-Profi mit dem 2:0 gegen den HSV den "schönsten Sieg" seiner Karriere.

Auch 42 Jahre danach ist bei Rolf Höfert­ die Erinnerung an den Tag seines „schönsten Sieges“ noch sehr präsent. Als Kapitän des damaligen Aufsteigers FC St. Pauli führte er sein Team im ersten Bundesliga-Stadtderby am 3. September 1977 zum 2:0-Sieg gegen den Europacupsieger HSV. Rund drei Monate später wollte Bayern München den technisch versierten Höfert als Ersatz für den zu Cosmos New York gewechselten Franz Beckenbauer verpflichten, doch St. Pauli verweigerte die Freigabe.

Stattdessen ging Höfert Anfang 1979 zum FC Bern und blieb dort sesshaft. Noch heute führt der 70-Jährige in Ueberstorf­ das Schweizer Tochterunternehmen der in Ammersbek ansässigen Alwin Höfert KG, die Spezialdichtungen und Gummiringe vertreibt, und verfolgt ansonsten aus der Ferne mit kritischem Blick das Geschehen beim FC St. Pauli und im deutschen Profifußball.

Auch seine beiden Söhne hat es ins Ausland gezogen; einer lebt in Sevilla, der andere in Bergamo. Besonders genießt er es, wenn sie mit den inzwischen drei Enkelkindern zu Besuch kommen.

In einem ganz persönlichen Kampf hat Höfert gerade einen Etappensieg errungen. Der am Nikolaustag 2017 diagnostizierte Tumor im Darm konnte erfolgreich bekämpft werden.