Meinung
Kommentar

Fahr Rad! Und alles wird gut

Warum die Zukunft einem Verkehrsmittel gehört.

Das Fahrrad wird nicht alle unsere Probleme lösen – aber auf jeden Fall mehr als alle anderen Fahrzeuge. Mehr Fahrräder bedeuten: weniger Autos, weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung, weniger Klimawandel, mehr Platz auf Hamburgs Straßen. Mehr Fahrradfahrer bedeuten: mehr Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun, die sich bewegen, und das auch noch an der frischen Luft.

Deshalb ist es nur konsequent, dass Hamburgs Grüne vor der Bürgerschaftswahl im Februar 2020 das Fahrrad in den Mittelpunkt ihrer (Verkehrs-)Politik stehen. „Verkehrs“ steht deshalb in Klammern, weil das Rad längst ein Symbol für ein Umdenken auf breiter Basis ist. Wenn die Grünen fordern, dass Räder (und zum Glück nicht die E-Scooter) Vorrang in der Innenstadt haben sollen, dann ist das nur der Anfang.

Mittelfristig wird der Kern der Stadt autofrei werden. Daran zweifeln nicht einmal die, die hier mit Kaufhäusern ihr Geld verdienen. Im Gegenteil: Der Manager eines großen Konzerns sagte neulich in einem sogenannten Hintergrundgespräch, dass er fest damit rechne, dass die Hamburger City autofrei werde, und zwar innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Und jetzt kommt es: dass er das gut findet.

Natürlich wird es (Ausnahme-)Genehmigungen für Anlieferer und Anlieger geben, natürlich werden Busse und Bahnen die Innenstadt ansteuern. Aber ansonsten wird Hamburgs City dann den Fahrradfahrern und vor allem den Fußgängern gehören – und damit noch einmal lebenswerter werden, als sie das jetzt ist.

Übrigens: Wie weit wir im wahrsten Sinne schon gekommen sind, zeigt, dass das Fahrrad im bald beginnenden Wahlkampf bei fast allen Parteien ein Thema sein wird. Das wäre vor Jahren undenkbar gewesen.