Meinung
Abendblatt-Autoren

Wer ist eigentlich ... Jakob Drechsler?

Immer montags: Der Fragebogen an die Abendblatt-Reporter, deren Namen man in der Zeitung liest. Heute: Jakob Drechsler.

Ich bin Journalist geworden, weil:
… ich neugierig und offen bin, ganz gerne schreibe – und irgendetwas mit Medien machen wollte.


Meine großen Themen sind:
Sport, Stadtteilthemen, Klatsch, Abseitiges.


Ich wollte immer zum Hamburger Abendblatt, weil:
… ich ein „Morgen(post)“muffel war.


Ein Text über mich sollte mit folgendem Satz beginnen:
Wer kennt ihn nicht?


Drei Dinge, die ich an Hamburg und dem Norden am meisten schätze:
Klima, Schnack und trockene Art.


Drei Dinge, die in Hamburg und im Norden besser werden müssen:
Die Bildungspolitik (inkl. Schulbau in Hamburg), die Fahrradfreundlichkeit, der Fußball.


Demnächst würde ich gern mal ein Interview führen mit:
Erzbischof Stefan Heße


Das wären meine wichtigsten Fragen:

Ob er in Hamburg auch einmal einen rheinisch-katholischen Karnevalsgottesdienst halten würde. Warum soll ich in der Kirche bleiben? Und/oder: Was soll ich tun, wenn ich tot bin?


Die schwierigste Geschichte, die ich recherchieren musste:
Die Schändung eines Kindergrabs. Damit verbunden ein Besuch bei den betroffenen Eltern.


An diese Geschichte von mir denke ich gern zurück:
Die allererste in einem Wochenblatt über das wichtige Ferienprogramm an einer Grundschule.


Diese Geschichte hätte ich lieber nicht geschrieben:
Über eine vermeintliche Schiedsrichter-Ultragruppierung. Diese entpuppte sich als „Ente“ süß-sauer – eine (gut gemachte) Erfindung eines Fußballmagazins.

Das spannendste Ereignis, bei dem ich als Journalist dabei sein durfte:
Neben G 20 die Bergung des Riesenfrachters „Indian Ocean“ auf der Elbe. Für den Liveticker schlug ich um kurz vor 2 Uhr nachts in der Redaktion auf.


Im letzten Leserbrief, den ich bekommen habe, ging es um:
… meine „völkischen Empfindungen, die sich im entsprechenden Jargon manifestieren.“ Auslöser der Unterstellung war die Schlagzeile „hundefrei“ im Bericht über das Hundeverbot in einem Park.


Im Abendblatt lese ich am liebsten:
Die Wetterschau auf der Titelseite. So kurz und so viel Witz.


Wenn ich etwas anderes beim Abendblatt machen könnte, dann wäre ich:
Schlusskorrektor.


Wenn ich Chefredakteur des Hamburger Abendblatts wäre, würde ich:
… mich bei RTL für eine Folge „Undercover Boss“ bewerben.


Neben dem Abendblatt lese ich zum Beispiel folgende Zeitungen/Zeitschriften:
„Spiegel“, „Dein Spiegel“, „11 Freunde“, „Bild“, „DB Mobil“, einige Onlineportale.


Wenn das Hamburger Abendblatt ein Mensch wäre, dann wäre es:
ein verlässlicher Hanseat mit Neigung zum gepflegten Herrenwitz, aber stets mit großem Herzen.


Die sozialen Medien sind für mich:
spannend, abstoßend, inspirierend, ermüdend.


Meine größte Leidenschaft ist:
das Spiel mit Wort und Lederball.


Mein Lieblingsautor ist:

Heinz Strunk.


Im Moment lese ich folgendes Buch:

„Conni feiert Weihnachten“.


Mein Lieblingsrestaurant ist:
das Vito in Ottensen.


Meine Lieblingsplätze in Hamburg sind:

Klövensteen, Elbstrand Övelgönne, Jenischpark und der Wilhelmsburger Inselpark.


Das mache ich, wenn ich nicht arbeite:

Musik, Elternratsarbeit, Kinder bespaßen.


Menschen, die an der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit von Medien zweifeln, sage ich:
Gut, dass ihr kritisch seid. Aber denkt doch mal nach!


Vita: Jakob Drechsler (39) wurde in Karlsruhe geboren. In Köln studierte er Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Philosophie. Seit 2009 arbeitet er in der Onlineredaktion des Hamburger Abendblatts. Er lebt mit seiner Familie in Ottensen.