Meinung
Glosse

Hai-Jäger statt Bond-Bösewicht

Stefan Reckziegel

Stefan Reckziegel

Foto: Klaus Bodig

Aus dem Hallenbad in Reckling­hausen-Süd bis zum Gegenspieler von James Bond, dem Vater aller weltweit agierenden Geheimagenten, ist es schon ein verdammt langer Weg. Das hat auch der gelernte Schwimmmeister Ralf Moeller erfahren müssen. Zweimal habe er sich um die Rolle des Schurken in einem James-Bond-Film beworben, offenbarte der – na gut – Schauspieler in einem Interview der „Rheinischen Post“. Zweimal fiel er beim Casting durch. „Einmal war ich zu groß, ein anderes Mal zu klein“, sagte Moeller. Was insofern überrascht, als der Ex-Bodybuilder mit 1,96 Meter eine unübersehbare Erscheinung ist. „Ein typischer Bösewicht“ sei er nicht, „eher ein Handlanger“, meint Moeller.

Zwar hat der Darsteller – bei Interviews ein sehr netter Mann, wie Kolleginnen mehrmals glaubhaft versichert haben – als erster Deutscher die Titelrolle in einer US-Serie gespielt: Sie hieß „Conan“ – jedoch ohne den Zusatz „der Barbar“. Da war im Kino Arnold Schwarzenegger vor, den Moeller längst einen Freund nennt.

Während von November an nun im 24. Kinoagenten-Abenteuer „Spectre“ Oscar-Preisträger Christoph Waltz die Reihe deutschsprachiger Bond-Gegenspieler – von Gert Fröbe bis Gottfried John – um ein weiteres Kapitel ergänzt, hat Moeller angekündigt, eine Fortsetzung seines Erfolgsfilms von 2003, „Hai-Alarm auf Mallorca“, zu drehen. So bleibt er in seinem Element – und Teil der Hai-Society.