Meinung
Kommentar

Der richtige Mix für neue Jobs

Hamburgs Arbeitsmarkt steht vor einem guten Jahr 2014

Die Aussichten für den Hamburger Arbeitsmarkt sind gut. Nicht nur die großen Firmen selbst sagen neue Jobs voraus, auch unabhängige Experten prognostizieren der Hansestadt eine positive Entwicklung. Die Konjunktur wird 2014 bundesweit deutlich besser als in diesem Jahr laufen – und Hamburg dürfte beinahe schon traditionell nochmals rund 0,5 Prozentpunkte mehr Wachstum verbuchen als der Durchschnitt der Republik. Die starke Exportorientierung durch den Hafen macht dies möglich.

Doch längst haben Politik und Wirtschaft erkannt, dass die Konzentration alleine auf den Hafen nicht ausreicht, damit eine Stadt wie Hamburg prosperieren kann. Hamburg ist in den vergangenen Jahren ökonomisch deutlich vielfältiger geworden – und das ist gut so. Längst ist aus Hamburg eine Hafen- und Luftfahrtstadt geworden. Airbus bleibt auch 2013 laut Umfrage der größte Arbeitgeber vor Ort. Mehr als 13.000 Beschäftigte arbeiten bei dem Flugzeugbauer, etwa noch mal so viele Jobs hängen an den lokalen Zuliefererbetrieben.

Und Hamburg macht kräftig Wind, setzt mit der Offshore-Branche auf eine regenerative Energie mit großem Potenzial. Hinzu kommen Maschinenbauer mit internationaler Bedeutung – und selbstverständlich der Einzel- und Versandhandel mit dem Branchenprimus Otto. Eine immer größere Bedeutung gewinnt mit Blick auf die demografische Entwicklung die Alten- und Krankenpflege. Die Unternehmen in diesem Bereich wollen ebenfalls kräftig Personal aufstocken. Hier eröffnet sich Hamburg ein riesiges Zukunftsfeld.

Allerdings zeigt sich am Bereich Alten- und Krankenpflege auch ein nicht zu unterschätzendes Problem für den hiesigen Arbeitsmarkt. Offene Stellen können häufig nicht mit Fachkräften besetzt werden. Hohe Lebenshaltungskosten, vor allem exorbitant gestiegene Mieten schrecken mittlerweile Menschen davor ab, eine Arbeit in der Hansestadt anzunehmen. Es sei denn, sie ist deutlich besser bezahlt als im Bundesdurchschnitt. Die Perspektiven für den Arbeitsmarkt sind gut, die Rahmenbedingungen könnten noch besser sein.