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Bambi-Verleihung: Warum die Gala nicht mehr in der ARD läuft

Eine Bambi-Trophäe im Festspielhaus in Baden-Baden.

Eine Bambi-Trophäe im Festspielhaus in Baden-Baden.

Foto: Uli Deck / dpa

Mehr als 20 Jahre lang war die Bambi-Gala in der ARD zu sehen. Nun wurde bekannt, dass die Preisverleihung nicht mehr im Programm ist.

München. Nach vielen Jahren wird die Bambi-Verleihung in diesem Jahr nicht mehr in der ARD zu sehen sein. Thomas Schreiber, der für die Sendergemeinschaft das Unterhaltungsprogramm koordiniert, bestätigte den Rückzug. „Der Vertrag ist 2019 ausgelaufen; in der ARD gab es ein Votum, keinen neuen Vertrag zu schließen, sagte Schreiber.

Der Bambi, der von Hubert Burda Media ausgerichtet wird, gilt als einer der wichtigsten Medienpreise in Deutschland. Die Auszeichnung gibt es bereits seit 1948 – und seit Mitte der 1990er waren die Gala-Abende live in der ARD zu sehen.

Bei Burda will man an der Marke Bambi dennoch festhalten. „Bambi wird es immer geben. Es ist eine multimediale journalistische Plattform geworden, die würdigt, was den Menschen wichtig ist, sagte Burda-Vorstandsmitglied Philipp Welte. „Die Verleihung 2019 hat über sieben Milliarden Medienkontakte erzielt, von denen die ARD 3,46 Millionen Fernsehzuschauer beigesteuert hat. Unabhängig von der Entscheidung der ARD funktioniert Bambi als größter europäischer Medienpreis und als populäre Marke kanalunabhängig mit oder ohne TV. Die Zusammenarbeit mit der ARD und besonders dem Mitteldeutschen Rundfunk war über 20 Jahre erfolgreich und immer innovativ. Jetzt gehen wir diesen Weg ohne die ARD weiter.“

Bei der 71. Bambi-Verleihung im November 2019 war es vor allem zu emotionalen Szenen gekommen, als Frank Elstner auftrat. Zu der Verleihung waren auch Stars wie Naomi Watts und Königin Mathilde gekommen.

(dpa/br)

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