ARD-Serie

„Um Himmels Willen“: Was Nina Hoger von der Oberin lernt

Foto: ARD/Barbara Bauriedl

Die Serie „Um Himmels Willen“ startet mit altbekannten Problemen in die 17. Staffel. Wieder mit dabei: Nina Hoger als Mutter Oberin.

Berlin.  Seit 16 Jahren liegen die Nonnen von Kaltenthal nun schon mit dem selbstverliebten Bürgermeister Wöller im Clinch – und kein Ende ist in Sicht: Am heutigen Dienstag beginnt die 17. Staffel von „Um Himmels Willen“ – darüber freut sich eine Schauspielerin besonders: Nina Hoger (56), die sich als gestrenge Mutter Oberin um die Klosterfinanzen kümmert. „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagt Hoger.

Als die Produzenten vor vier Jahren eine Nachfolgerin für Gaby Dohm suchten, erinnerten sie sich an Hoger, die damals eine Gastrolle spielte. „Manchmal braucht man eben ein bisschen Glück“, so die gebürtige Hamburgerin.

Durch ihr Engagement in der mehrfach preisgekrönten Serie hat Nina Hoger ein gesichertes Einkommen – und erfüllt einen Wunsch ihrer Mutter, wie sie erzählt. Die „Bella Block“-Schauspielerin Hannelore Hoger (75) riet der Tochter einst: „Sei immer finanziell unabhängig und versuche, dein eigenes Geld zu verdienen.“

Feilschen wie auf dem Basar

Das Gerangel um Finanzen steht in der Serie ganz weit oben. Das Kloster, das über die Jahre ständig Pleite war, wurde deshalb verkauft. Natürlich wollen die Nonnen das so nicht akzeptieren. Vor allem die Oberin nicht. Aber knausrig wie sie ist, will sie das Kloster auf keinen Fall zum geforderten Preis zurückkaufen. Theodora wäre nicht sie selbst, wenn sie kampflos aufgeben würde, und so findet sie sich unversehens als „David gegen Goliath“ im Rampenlicht wieder.

Sie drückt den Preis wie auf einem Basar. Eine Fähigkeit, die ihr im wahren Leben vollkommen fehlt, wie Nina Hoger sagt. „Im Verhandeln bin ich wirklich ganz schlecht. Ich finde das total schwierig, um Geld zu feilschen.“ Allerdings lerne sie das ja gerade als Mutter Oberin. „Ich bin also auf einem guten Weg.“

Hoger kann gut mit Geld umgehen

Hoger könne aber sehr gut mit Geld umgehen. Sie sei sparsam, könne aber manchmal auch verschwenderisch sein und habe auch kein Problem damit, wenn sie mal weniger Geld hat. „Ich komme damit gut klar – aber ich kenne auch schlaflose Nächte“, sagt sie.

Ihrer Meinung nach sollten sich Freiberufler immer ein kleines Polster für Zeiten zulegen, in denen es mal nicht so gut läuft. „Ich kann dann meine Bedürfnisse wirklich gnadenlos runterschrauben“, sagt sie. „Ich schleudere kein Geld aus dem Fenster für irgendwelchen Quatsch, den man nicht braucht.“

Hoger hält sich für einen bescheidenen Menschen, der einfach gerne seine Ruhe hat. Und vielleicht sogar mal Fernsehen schaut – wahrscheinlich „Um Himmels Willen“.

„Um Himmels Willen“: Dienstags, ARD, um 20.15 Uhr