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„Bauer sucht Frau“: Fast verheiratet und so gut wie verlobt

Gerald geht mit Anna zelten. Zuvor hat er ihr einen Antrag gemacht.

Gerald geht mit Anna zelten. Zuvor hat er ihr einen Antrag gemacht.

Foto: RTL / ZRB

Es ist die Sensationsnachricht der Staffel: Gerald aus Namibia hat um die Hand seiner Anna angehalten. Welcher Bauer tut es ihm gleich?

Liebe Leserinnen und Leser, wollen wir wetten, dass RTL nach dieser Folge von „Bauer sucht Frau“ mit einer Zentnerladung Bewerbungen für die nächste Staffel zugeschüttet wird? Um ein Wellness-Wochenende in Benny und Nadines Liebesnest im Schwarzwald? Eines steht fest: Gewinner sind unsere herzlichen Hof-Herren auf ihre eigene Art und Weise allesamt – wenn nur die Damen das auch immer so erkennen könnten…

Verlierer der Woche

Armer Klaus. Das vermeintliche Liebesglück des Hessen erinnert derzeit an eine Hühnerleiter: Irgendwie wirkt es kurz und, nun ja, beschissen. Ob ihm Tiwaporn (55) noch immer nicht verzeihen kann, dass er ihre Kochkünste vergangene Woche so verschmähte? Oder ist es am Ende der 56-Jährige selbst, der nach dem Verzehr des verhassten Gemüses unter einer posttraumatische Belastungsstörung leidet?

Das jedenfalls würde sein pausenloses Geplapper erklären, dass die Thailänderin beinahe auf den Rebstock bringt (wenn schon keine Palme in Sichtweite erscheint). Ihre Freude beim Trecker-Fahren währt nur kurz, da erklärt ihr Oberlehrer Klaus schon wieder, wie sie die Weinblätter richtig abzuschneiden hat.

Kein Wunder, dass Tiwaporn wenig Interesse an einem gemeinsamen Umtrunk verspürt – geschweige denn an einer Umarmung: „Ne, ich möchte das nicht“, keift sie, als Klaus ihr nahekommen möchte. Der, verdutzt: „Aber einen Wein willst du mit mir trinken?“ Sie: „Am liebsten mit mir alleine.“ Auf den Schreck einen Schluck rohes Ei. Die Krux: Er hat keine Hobbys, sie will reisen. Tiwaporn resümiert: „Ich weiß noch nicht, ob wir zusammen passen.“

Gewinner der Woche

„Mitte November war es“, werden viele Frauen in einigen Jahren ihren Töchtern und Enkelinnen erzählen, „als er mir das Herz gebrochen hat.“ Ja, ganz richtig, mit „er“ ist natürlich Gerald (31) gemeint. Vor wenigen Tagen ereilte die Nation die Nachricht, dass sich der Namibier nach nur drei Monaten Beziehung danieder gekniet und seine Anna (27) um ihre Hand gebeten hat, Ring mit Brilli inklusive.

Selbstredend schweben beide auf Verlobungswolke sieben, obwohl davon in der Show natürlich noch nicht viel zu sehen ist. In der vor wenigen Monaten gefilmten Sendung zieht es die beiden in die Steppe, zum Campen in Abgeschiedenheit. Bis auf ein paar Kuhfladen stört nichts die Zweisamkeit der Frischverliebten. Gegrilltes Sandwich in der Hand, wähnt sich Gerald von seinen Gefühlen überwältigt: „So habe ich noch nie für eine Frau empfunden. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Blitz so trifft.“

Vergesst Siegfried & Roy, jetzt kommen Siegrid & Rei

In trauter Harmonie zeigen sich Reinhold und Sigrid (beide 58 Jahre jung), die ihr Glück bereits in ferne Gefilde treibt, nach Griechenland. Sigrid, die Umtriebene, hat in Reinholds Hausrat nämlich ein Kochbuch mit den Spezialitäten des Landes entdeckt. Was will sie für ihren Schatzispatzi zaubern? (Der Kosename ist leider frei erfunden, die beiden gehen’s noch immer langsam an) Es gibt einen Gemüse-Wurst-Eintopf (Griechischer ging’s wohl nicht). Reinhold findet’s wie immer prima: „Sie isst gerne, aber ist ja auch keine Schande“.

Absolut nicht. Und schmecken tut es – schade nur, dass Sigrid die Suppe nicht versalzt (Was im Hinblick auf ihre Romanze besser gewesen wäre). Ein Küsschen gibt es für ihre Kochkünste auch nicht. Mensch, Reinhold! Schau dir das Flehen in ihren Augen an! Wenigstens findet er ein paar warme Worte: „Sigrid, du hast mein Leben bereichert. Nicht mehr alleine zu essen, das ist prima.“ Na dann guten Appetit!

Über die dicksten Eier freut sich…

Die dicksten Eier der französischen Schweiz, das steht seit dieser Folge von „Bauer sucht Frau“ fest, gehören André (60). Klar, dass seine Marlies (58), die Komplimente wie Kanonenkugel feuert, das genauso sieht: „Der André ist sowas von stolz auf seine dicken Eier, und mir schmecken Andrés Eier am besten von der Welt.“ Wer je eine schönere Liebeserklärung gehört hat, möge das erste Ei werfen. Die beiden sind jedenfalls „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Leider geht aber auch Marlies’ Hofwoche nach einer Woche zu Ende – allerdings nicht ohne sich etwas zu wünschen. „Ich möchte nett warm duschen und ein richtiges Bett bekommen“, schmachtet sie ihrem Ziegen-Züchter mit Zukunft in den Augen an. Geht klar, schließlich ist André bis über alle Schweizer Berge verliebt: „Ich bin in love for you.“ Als Abschiedsgeschenk gibt’s zwei Glocken.

Einmal auf Neuanfang

Über den Platz als zweitbester Verlierer der Woche, gleich hinter Klaus, darf sich Uwe (43) freuen (oder auch nicht). Nach dem erfolgreichen Beseitigen des Schwalbenschmutzes und einer ersten Anleitung in Sachen Wäschewaschen scheint die gemeinsamen Zukunft mit Iris (51) plötzlich in weite Ferne zu rücken.

Erst meckert Uwe erneut an der Duftwahl der Kölnerin herum, dann findet er ihr Vorhaben, in seinem Haus Tabula rasa zu machen, wenig verlockend. Iris möchte nämlich am liebsten alles, was nicht niet- und nagelfest ist, mit Karacho rausfenstern. Als Höhepunkt der Streitigkeiten aber erweist sich ein anderer Moment: Iris bitte Uwe, seinen Beruf aufzugeben! Das versetzt Uwe selbstredend in Rage: „Ich würde für keine Frau in der Welt meine Landwirtschaft aufgeben“. Und verharrt, wie so oft, mit starrem Blick.

Mit Vollgas ins Liebesglück

In Geralds Verlobungs-Fußstapfen könnte sehr bald Traktor-Fahrer Benny (42) treten. Bis über beide zarten Öhrchen in Kindergärtnerin Nadine verschossen, düst das Paar per Porsche-356-Vollgas in sein gemeinsames Abenteuer. Beim ersten Urlaub, einem Wellness-Wochenende, das sie beim Hoffest für den besten Kuss gewannen, aalen sich die beiden in der Badewanne. Nadine: „Wir sind wie Teenager verliebt. Benny ist für mich ein Glücksgriff.“

Das dürfte selbst ein der Liebe Abgeschworener bemerken. Nach erfolgreich absolvierter Algenschlamm-Packung und einer Rundfahrt durch die Weinberge, die ihre Liebe „noch verstärkt“, plaudern die beiden dann auch gleich über eine Hochzeit. Benny wünscht sich gar einen Stammhalter. Schon in der kommenden Woche, beim Finale von „Bauer sucht Frau“, könnte er diesem Wunsch ein ganzes Stücken näher kommen.

Von Semmel und Samen

Ganz neu in der Altbauern-Runde präsentiert sich Anton. Endlich darf auch der Bayer seine Eroberung – Ann-Cathrin – in die Arme schließen. Die 28-Jährige stört’s wenig, dass am Frühstückstisch gleich die Schwiegereltern das Honigbrot herüberreichen. Im Gegenteil: Die Verwaltungsmitarbeiterin kann nicht einmal die erste Aufgabe des Tages, das Besamen von Kuh Edeltrude, schrecken.

Mit Samen von Stier Carlos geht’s gleich ans Eingemachte, auch wenn Ann-Cathrin in diesem Fall die beobachtende Position einnehmen darf. Im Stall aber ist sie neben Anton gleich gefragt: Beim tiefen Schmachten vergessen die beiden doch fast das Kuh-Schrubben. Anton: „Ich kann jetzt schon sagen, dass ich sie gerne habe“. Seine Liebste scheint nicht weniger abgeneigt: „Ich kann mir vorstellen, das täglich zu machen.“ Womit sie ganz sicher das Knutschen auf dem Heuboden meint und nicht die Hofarbeit, wollen wir wetten?