Vox-Show

„The Story of my Life“ schickt Prominente in die Zukunft

In der Vox-Show „The Story of my Life“ gehen Prominente wie Boris und Lilly Becker auf Zeitreise.

In der Vox-Show „The Story of my Life“ gehen Prominente wie Boris und Lilly Becker auf Zeitreise.

Foto: VOX / Benno Kraehahn

In der Show „The Story of my Life“ lässt Vox prominente Paare altern. Boris Becker und Ehefrau Lilly machen am Dienstag den Anfang.

Der Dienstagabend ist ein Abend, den sie lieben bei Vox. Weil neue Shows dort regelmäßig hervorragende Quoten einfahren. Die „Höhle der Löwen“ öffnet da ihre Pforten, „Ewige Helden“ treten gegeneinander an oder deutsche Popstars bitten sich gegenseitig: „Sing meinen Song“. Von heute an wird „The Story of my Life“ erzählt. Zeitreise ist angesagt, allerdings geht es nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.

Mehr oder weniger prominente Paare begeben sich in die Hände erfahrener Maskenbildner, und wenn sie wieder rauskommen, sehen sie erst 20, in einem zweiten Durchgang 40 Jahre älter aus. Durch die Sendung führt Désirée Nosbusch. In die erste Ausgabe kommen Boris Becker (49) und seine Lilly (40). Zur Begrüßung werden ein paar Nettigkeiten ausgetauscht, wird ein wenig belangloser Small Talk betrieben, dann geht es in die Maske.

Arbeit der Experten

Was in Wahrheit Stunden dauert, ist in der Sendung binnen Minuten erledigt. Als der ehemalige Tennisstar und seine Frau wieder mit Frau Nosbusch zusammensitzen, sind sie um zwei Jahrzehnte gealtert. Haut, Haare und Kleidung sind angepasst, Lebensstil, Ernährung, Gene und Krankheiten eingeflossen in die Arbeit der Experten. Wie sie selber aussehen, wissen die Teilnehmer nicht, wenn sie plötzlich ihrem Partner wieder gegenüberstehen. „Emotion pur“, hat Nosbusch dabei erfahren.

„Es wurde viel gelacht und viel geweint.“ Und Überraschung und Entsetzen gab es auch. Boris Becker jedenfalls, charmant wie immer, warnt seine Frau: „Bevor du etwas über mich sagst, schau dich erst mal selber an.“ Dann wird wieder geplaudert. Viel über die Liebe im Speziellen und ein wenig über das Leben im Allgemeinen. Nosbusch kann das ganz gut, muss sich zum Auftakt aber auch nicht besonders anstrengen.

Die Sprache verschlagen

Man kennt sich, man schätzt sich. „Sehr authentisch und offen vor der Kamera“ seien Boris und Lilly gewesen, sagt die Gastgeberin. „Das kann man so laufen lassen!“ Bei anderen, sagt sie, habe sie mehr initiieren, auch mal „um die Ecke fragen“ müssen. „Wichtig war, dass mir alle vertrauten.“ Das haben sie offenbar getan.

Denn was anfangs in jeder Sendung ein Talk unter vielen ist, wird mit dem veränderten Äußeren oft zu einem sehr privaten, manchmal aber auch zu einem sehr rührseligen und pathetischen Gespräch. Besser als wenn es den Gästen die Sprache verschlägt. Schließlich gilt das Motto „Schweigen ist Silber, Reden ist Gold“.

Auf der Reise verloren

Denn letztendlich, das weiß auch Nosbusch, steht und fällt die Show natürlich mit der Auskunftsfreudigkeit der Gäste, zu denen in den kommenden Wochen unter anderem auch Rebecca Mir und Massimo Sinató, Thomas Heinze und Jackie Brown, Nathalie Volk und Frank Otto, Fabian Hambüchen und Marcia Ev, Guido Maria Kretschmer und Frank Mutters gehören.

Höhepunkt jeder Folge ist dann ein weiterer Zeitsprung, der die Paare in 40 Jahren zeigt. Becker sieht dann ein wenig aus wie eine Mischung aus Ulrich Tukur und Axel Milberg, redet allerdings immer noch so wie heute. Nur langsamer. „Ich glaube“, sagt Senior Becker am Ende zu seiner Angetrauten, „ich wäre auf meiner Reise verloren gegangen und wäre auf den Autobahnen der Welt umgekommen!“ Muss man erst mal drauf kommen. In dem Alter.

Vox, Dienstag, 11. April, um 20.15 Uhr