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„Promi Big Brother“: Prinz Marcus wird zum Alleinunterhalter

Lude in geblümter Kittelschürze: Prinz Marcus, der sonst auf den Putz haut, kann auch Putzen.

Lude in geblümter Kittelschürze: Prinz Marcus, der sonst auf den Putz haut, kann auch Putzen.

Foto: Sat.1

Großes Duell bei „Promi Big Brother“. Da wollte Sat.1 wohl mal den Kampfgeist der Bewohner wecken. Oder nur Langeweile überspielen?

Berlin.  Tag sechs im Promi-Big-Brother-Haus. Oder auch der große Duell-Tag, wie Moderator Jochen Schropp ihn groß ankündigte. Da hat Sat.1 wohl aus den unspannenden Gesprächen der letzten Tage gelernt und dachte sich: Mensch, da nehmen wir die Sache doch mal selbst in die Hand und lassen die Promis von unten (Kanal) und oben (Haus) gegeneinander antreten. Es ging um nichts weniger als einen kompletten Bereich-Tausch für die Siegergruppe. Ob‘s geholfen hat? Hinsichtlich der Spannung eher weniger.

Dafür gab‘s andere Dinge zu bestaunen: interessante Outfits, verstörende Geräusche, besondere Talente – und natürlich besagte Duelle. Aber das Unspektakuläre vorweg: die Haus-Bewohner mussten nicht in die Kanalisation umziehen – bis auf Jessica, die von den Zuschauern nach unten gewählt wurde. Für die anderen hieß es weiterhin: Post! Anstoßen können die Bewohner auch auf:

Das beste Outfit:

In geblümter Kittelschürze machte sich der frisch in den Luxusbereich gezogene Prinz Marcus von Anhalt ans Werk. Er legte ausnahmsweise mal selbst Hand an – nicht an sich, aber an Putzlappen und Staubsauger. Sehr gründlich wischte, wedelte und saugte er durchs Haus. Ein optischer Hochgenuss.

Das hervorragendste Talent:

Ohne Frage: Prinz Marcus am Staubwedel. So akribisch hat wohl noch keiner das Haus gereinigt – und daran auch noch Spaß gehabt. In dem Rotlicht-Prinz steckt eben eine echte Putzfee.

Die wichtigste Lehrstunde:

Nicht ganz so talentiert, dafür aber umso bemühter: Mario Basler. Der Kettenraucher stand im Kanal mit den Zigaretten auf Kriegsfuß. Naja, zumindest mit dem Zigarettendrehen. Gut, dass Ben Tewaag da war, um als Lehrmeister zur Seite zu stehen. Und somit hielt der Mario am Ende – Trommelwirbel – tatsächlich seine selbstgedrehte Zigarette in der Hand. „Ich glaube schon, dass ich mehr Talent in den Beinen habe, als in den Händen“, brachte es der Ex-Fußballer anschließend auf den Punkt. Ein weiser Mann. Zuvor hatte er schon „SOS“ signalisiert.

Die beste Unterhaltung:

Und schon wieder ein Punkt für Prinz Marcus. Er erklärte der 64-jährigen Isa Jank seine Rotlicht-Vergangenheit. Er, der Lude, habe seine Mädels anschaffen lassen. 16 bis 17 Stunden am Tag. Dafür brachten sie ihm täglich um die 2500 DM nach Hause. Das grenze ja an Sklaverei, merkte Madame Jank an. Reaktion des Prinzen: Tja, das sah die Polizei genauso.

Das seltsamste Geräusch:

Aaah! Aaah! Grrr! Stöhn! „Der rutscht mir ab!“ Nein, das war nicht der Prinz, der noch einmal einen Abstecher in seine Rotlicht-Vergangenheit machen wollte. Und Dolly Dollar war es auch nicht. So brachte nur Isa Jank ihre Anstrengung während des körperlich mühevollen Duells zum Ausdruck. Man hätte jedoch auch anderes vermuten können ...

Den überflüssigsten Auftritt:

Der kam, wenig überraschend, von Désirée Nick. Fünf einstudierte Sätze, ein pralles Dekolleté – und der Spuk im Studio war wieder vorbei.