Vox-Show

Maschmeyer verrät in „Höhle der Löwen“ seine geheime Passion

Carsten Maschmeyer ist der neue Juror bei „Die Höhle der Löwen“.

Carsten Maschmeyer ist der neue Juror bei „Die Höhle der Löwen“.

Foto: André Schrieber / VOX

In der Gründer-Show von Vox zeigt der kühle Carsten Maschmeyer Gefühle. Und ein Investment könnte zur Gefahr für Fußgänger werden.

Berlin.  Die „Höhle der Löwen“ ist beim Fernsehsender Vox mit der dritten Staffel gestartet und hat nicht nur ausgefallene Erfindungen präsentiert, sondern auch offenbart, dass Carsten Maschmeyers Passion nicht nur die Finanzen und seine Schauspieler-Frau sind. So verriet der selbst ernannte Selfmade-Millionär, dass er ein großer Pflanzenfreund ist.

Zu dieser Offenbarung bewegte Carsten Maschmeyer die Präsentation des Pflanzen-Versandes Evrgreen. Die Gründer Philipp Ehlers und Jan Nieling aus Köln konnten zunächst mit der Dekoration überraschen. „Wieso guckt mich hier ein Busch an?“, fragte Maschmeyer. Fragen stellten auch die anderen Investoren: Judith Williams, Frank Thelen, Ralf Dümmel und Jochen Schweizer. Doch letztendlich perlten die Kölner Unternehmer ab wie ein Tropfen aus einer Gießkanne auf den schimmernden Anzügen von Ralf Dümmel. Während die Gründer kein Investment bekamen, hatte die Präsentation für die Zuschauer einen Mehrwert: Sie wurden daran erinnert, dass eine Werbepause eine gute Gelegenheit ist, um mal wieder die eigenen Pflanzen zu gießen.

Nach der Werbung gab es in der Höhle eine Löwenjagd, Fehlinvestments und die Erfindung des Abends. Diese war dann auch gleich der zweite Haushaltstipp der Sendung.

Die Erfindung des Abends präsentierte wohl der Berliner Anwalt Christian Peitzner-Lloret. Mit dem Bügel-Clou hat Peitzner-Lloret eine Hilfe erfunden, die lästiges Hemdenbügeln vereinfachen soll. Löwe Ralf Dümmel erkannte nicht nur das Potenzial auf dem Bügelbrett, sondern auch auf dem Markt und investierte 120.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile. Es war das Premiereninvestment von Dümmel, dessen Firmengruppe vom Staubsauger bis zum Salatbesteck fast jedes erdenkliche Produkt in Supermärkte bringt. Bei seiner Premiere machte Dümmel noch eine Ankündigung: „Damit kann man den deutschen Markt zupflastern.“ Und so müssen sich Fußgänger darauf gefasst machen, im Kaufhausgang oder auf der Straße über den Bügel-Clou zu stolpern.

Die Löwenjagd des Abends fand zwischen Frank Thelen und den Gewürzhändlern der Marke Ankerkraut statt. Das Ehepaar Anne und Stefan Lemcke war bei den Verhandlungen mit Thelen die Anstrengung deutlich anzusehen. Dabei war das gar nicht nötig. Die Geschäftsidee von individuellen Gewürzmischungen im Onlineshop oder exklusive Grill-Accessoires wie dem Salzblock sorgte für Lob. Jochen Schweizer sagte: „Sie gefallen mir. Sie verkörpern wahren Gründergeist.“ Doch das Investment tätigte letztendlich Frank Thelen, der 300.000 Euro investierte und 20 Prozent der Firmenanteile verlangte. Anne und Stefan Lemcke rangen mit Thelen lange um einzelne Prozente der Firmenanteile – es ging letztlich um das Geschäft, von dem beide jetzt schon leben. Am Ende gaben sie aber Thelen den Zuschlag.

Fehlinvestition des Abends: Im Gegensatz zu den zwei bisherigen Staffeln der „Höhle der Löwen“ wurde in der ersten Folge der dritten TV-Investitionsrunde kein wirklich sinnloses oder abwegiges Produkt vorgestellt. Mit dem Generator für Trachtenkleider von Limberry, in den Maschmeyer investierte, und einer Bissschiene für Sportler waren weitere solide Produkte dabei. Und so lag das Fehlinvestment des Abends bei der Sendung selbst. Carsten Maschmeyer etwa wiederholte oft nur seine Standard-Fragen „Was unterscheidet Sie von...?“ oder „Was ist das Besondere an Ihnen?“. Diese Aneinanderreihung von den gleichen Fragen hätte sich eventuell noch für die Erfindung eines Bingo-Spiels gelohnt. Doch mit der Einbindung in die Serie „Die Höhle der Löwen“ hatte Vox eine Chance vertan. Denn Maschmeyer ist schon länger eine umstrittene aber auch streitbare Persönlichkeit. Doch diese Aussagen blieben weitestgehend in dem „Phantasialand“, aus dem laut Maschmeyer auch der Gründer des Reiseblogs „Find Penguins“ stammte.